Die Lachsforelle ist keine eigene Fischart und auch keine Kreuzung, sondern ein Handelsname für große Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss) mit rosa bis rotem Fleisch. Die Färbung entsteht nicht von Natur aus und nicht genetisch, sondern durch die Zufütterung von Carotinoiden (Astaxanthin, aus Algen und Krebstieren) im Futter - genau die Farbstoffe, die auch das Lachsfleisch rot machen. Als Lachsforelle werden meist Fische ab etwa 3 Kilogramm bis rund 10 Kilogramm verkauft. Es ist also derselbe Fisch wie die Regenbogenforelle, nur größer und gefärbt gefüttert. Nicht zu verwechseln ist sie mit der goldgelben Goldforelle (Farbzuchtform) und mit der wilden Meerforelle.
Kaum ein Fischname sorgt für so viel Verwirrung wie die Lachsforelle. Er klingt nach einer Kreuzung aus Lachs und Forelle, nach einem geheimnisvollen Edelfisch - und ist doch nur ein cleverer Marketingbegriff. Dieser Steckbrief räumt mit dem Missverständnis auf und erklärt, was wirklich auf dem Teller liegt, wenn “Lachsforelle” draufsteht.
Kein eigener Fisch, sondern ein Handelsname
Die Lachsforelle ist keine eigene Art und keine Kreuzung. Der Begriff ist ein reiner Handelsname für große Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss) mit rosa bis rotem Fleisch. Es ist also derselbe Fisch, den man als Portionsforelle aus dem Forellensee kennt - nur deutlich größer und mit rot gefärbtem Fleisch. Verkauft wird die Lachsforelle meist ab etwa drei Kilogramm und bis rund zehn Kilogramm.
Warum das Fleisch rot ist
Der Kern der Sache steckt im Futter. Das rosa bis rote Fleisch der Lachsforelle entsteht nicht von Natur aus und nicht durch die Genetik, sondern durch die gezielte Zufütterung von Carotinoiden, vor allem Astaxanthin aus Algen und Krebstieren. Es sind genau die Farbstoffe, die auch das Fleisch des Lachses rot machen. Bekäme dieselbe Regenbogenforelle dieses Futter nicht, wäre ihr Fleisch hell und weißlich. Die “Lachs”-Farbe ist also ein Ergebnis der Fütterung - und der Grund für den werbewirksamen Namen.
Abgrenzung: drei ähnliche Namen
Weil rund um die Forelle mehrere Handelsnamen kursieren, lohnt die klare Trennung:
- Die Lachsforelle ist eine große, rotfleischig gefütterte Regenbogenforelle - die Farbe sitzt im Fleisch.
- Die Goldforelle ist eine goldgelbe Zuchtform der Regenbogenforelle - hier sitzt die Farbe in der Haut (eine Pigmentmutation, nicht das Futter).
- Die Meerforelle ist dagegen ein echter, wilder Fisch: die ins Meer wandernde Form der heimischen Forelle (Salmo trutta).
In Küche und Handel
Als Speisefisch ist die Lachsforelle hochwertig: festes, mildes Fleisch von lachsartiger Farbe, das sich braten, räuchern, grillen und dünsten lässt und oft als preisgünstigere Alternative zum Lachs angeboten wird. Weil sie ein Zucht- und Handelsfisch ist, hat sie keine eigene gesetzliche Schonzeit - im Handel und in der Aquakultur gelten die Regeln der Fischzucht, nicht das Fischereirecht wildlebender Bestände. Alles über die Stammform steht im Regenbogenforellen-Guide.
Häufige Fragen zum Lachsforelle
Ist die Lachsforelle eine Kreuzung aus Lachs und Forelle?
Nein. Der Name führt in die Irre: Die Lachsforelle ist weder eine eigene Art noch eine Kreuzung. Es handelt sich um einen Handelsnamen für große Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss) mit rosa bis rotem Fleisch. Es ist also schlicht eine große, entsprechend gefütterte Regenbogenforelle.
Warum ist das Fleisch der Lachsforelle rot?
Durch das Futter, nicht durch die Genetik. Der Zucht wird der Farbstoff Astaxanthin (ein Carotinoid aus Algen und Krebstieren) beigemischt - dieselbe Substanz, die auch das Lachsfleisch rot färbt. Ohne diese Zufütterung hätte dieselbe Regenbogenforelle helles, weißliches Fleisch. Die Farbe ist also ein Ergebnis der Fütterung, kein natürliches Merkmal.
Wie unterscheidet sich die Lachsforelle von Goldforelle und Meerforelle?
Die Lachsforelle ist eine große, rotfleischig gefütterte Regenbogenforelle. Die Goldforelle ist dagegen eine goldgelb gefärbte Zuchtform der Regenbogenforelle - bei ihr steckt die Farbe in der Haut (Pigmentmutation), nicht im Fleisch. Die Meerforelle wiederum ist ein echter, wilder Fisch: die ins Meer wandernde Form der heimischen Forelle (Salmo trutta). Nur die Namen ähneln sich.
Stand der Angaben: Juli 2026. Angaben ohne Gewähr.
