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Bodden (Küstengewässer) · Vorpommern, zwischen Rügen, Stralsund und Usedom

Greifswalder Bodden

Der Greifswalder Bodden ist eine Weltadresse für Großhechte: das größte Boddengewässer der Küste, in dem Hechte bis rund 1,30 Meter heranwachsen. Dazu ein Großzander-Revier. Was den Bodden so besonders macht und welche amtlichen Regeln gelten.

Von der Redaktion Stand: Juli 2026
Der Greifswalder Bodden an der Ostseeküste
Typ
Bodden (Küstengewässer)
Lage
Vorpommern, zwischen Rügen, Stralsund und Usedom
Bundesland
Mecklenburg-Vorpommern
Raubfischarten
2
Das Wichtigste in Kürze

Der Greifswalder Bodden zwischen Rügen, Stralsund und Usedom ist das größte Boddengewässer der Ostseeküste und ein weltbekanntes Großhecht-Revier - Hechte bis rund 1,3 m sind hier möglich. Das flache, brackige Küstengewässer mit seinen Krautfeldern und weiten Flachzonen bietet dem Hecht ideale Bedingungen, und auch als Großzander-Revier hat der Bodden einen Namen. Weil es sich um ein Küstengewässer handelt, gelten die amtlichen Werte der Küstenfischereiverordnung Mecklenburg-Vorpommern (KüFVO), nicht das Binnenrecht: Der Hecht ist vom 1. März bis 30. April geschont (Mindestmaß 50 cm, mit Tageslimit nach KüFVO), der Zander vom 23. April bis 22. Mai (Mindestmaß 45 cm). Die klassische Großhecht-Zeit ist das kalte Frühjahr vor der Schonzeit.

Hecht bis ~1,3 m
Großhecht-Weltklasse größtes Boddengewässer
Küstenrecht (KüFVO)
amtliche Werte nicht Binnenrecht
Großzander
zweite Zielart Schonzeit 23.04.-22.05.

Das größte Boddengewässer der Küste

Der Greifswalder Bodden ist ein Gewässer der Superlative: das größte Boddengewässer der deutschen Ostseeküste, eingebettet zwischen Rügen, Stralsund und Usedom. Ein flaches, brackiges Küstengewässer mit weiten Flachzonen, Krautfeldern und Windwatten - und die vielleicht berühmteste Großhecht-Adresse der Welt. Wenn im Frühjahr die Heringe zum Laichen einziehen, folgen ihnen die kapitalen Hechte in die Flachwasserzonen.

Welche Raubfische der Bodden führt

  • Der Hecht ist der Weltstar - Fische bis rund 1,3 m machen den Bodden weltberühmt.
  • Der Zander ist die zweite große Zielart - auch als Großzander-Revier hat der Bodden einen Namen.
  • Dazu kommen Barsch und, als Küstenfisch, die Meerforelle in den kälteren Zonen.

Angeln am Greifswalder Bodden

Als Küstengewässer folgt der Bodden der amtlichen Küstenfischereiverordnung M-V (KüFVO). Die klassische Großhecht-Zeit ist das kalte Frühjahr vor der Schonzeit; man fischt die Flachwasserzonen und Krautkanten, oft vom Boot. Wegen der Weite und der wechselnden Bedingungen ist Ortskenntnis (oder ein Guide) Gold wert - der Bodden ist Meeresangeln und Hechtangeln in einem.

Die Regeln vor dem Angeln prüfen

Am Bodden gelten die Küsten-Werte (Hecht-Schonzeit 1.3.-30.4., Zander 23.4.-22.5.). Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; einen Überblick zum Land gibt es in den Schonzeiten in Mecklenburg-Vorpommern. Verbindlich ist immer die aktuelle Küstenfischereiverordnung.

Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Greifswalder Bodden

Fischart Schonzeit Mindestmaß Fanglimit
Hecht Schonzeit Mecklenburg-Vorpommern → 01.03.-30.04. 50 cm Hecht-Tageslimit (KüFVO §9)
Zander Schonzeit Mecklenburg-Vorpommern → 23.04.-22.05. 45 cm -

Besonderheiten am Greifswalder Bodden

  • Hecht: Größtes Boddengewässer der Küste und weltbekanntes Großhecht-Revier (Hechte bis ~1,3 m). Amtliche Werte nach Küstenfischereiverordnung.
  • Zander: Amtliche Küstenfischereiverordnung; eigener Fischereibezirk (kein 40-cm-Sondermaß). Bekanntes Großzander-Revier.
Bewirtschafter

Die Regeln am Greifswalder Bodden setzt Küstengewässer (KüFVO M-V). Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.

Häufige Fragen zum Greifswalder Bodden

Warum ist der Greifswalder Bodden so bekannt für Großhechte?

Weil hier die größten Hechte Europas heranwachsen - Fische bis rund 1,3 m sind möglich. Das flache, brackige Boddenwasser mit seinen ausgedehnten Krautfeldern und Flachzonen bietet enorm viel Nahrung (Heringsschwärme im Frühjahr) und ideale Bedingungen. Der Greifswalder Bodden gilt deshalb als eine der weltbesten Großhecht-Adressen; die beste Zeit ist das kalte Frühjahr vor der Schonzeit.

Welche Schonzeiten gelten am Greifswalder Bodden?

Als Küstengewässer gelten die amtlichen Werte der Küstenfischereiverordnung Mecklenburg-Vorpommern (KüFVO), nicht das Binnenrecht. Der Hecht ist vom 1. März bis 30. April geschont (Mindestmaß 50 cm, dazu ein Hecht-Tageslimit nach KüFVO §9), der Zander vom 23. April bis 22. Mai (Mindestmaß 45 cm). Der Bodden ist ein eigener Fischereibezirk - es gilt kein 40-cm-Sondermaß wie an manchen Binnengewässern.

Braucht man am Bodden eine besondere Erlaubnis?

Für das Angeln in den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns - dazu zählt der Greifswalder Bodden - braucht man den Angelschein für die Küstengewässer bzw. die entsprechende Angelberechtigung; die verbindlichen Mindestmaße und Schonzeiten regelt die Küstenfischereiverordnung. Vor dem Angeln die aktuellen amtlichen Werte prüfen, da Küstengewässer eigenen Regeln folgen.