Plauer See
Der Plauer See ist der große Bruder der Müritz-Region: 38 km² tiefes, strukturreiches Wasser, ein ausgesprochenes Hechtgewässer - und das ernstzunehmendste Waller-Revier der Seenplatte, mit Fängen über 1,50 m. Was hier schwimmt und wie die Müritzfischer den Bestand schützen.
- Typ
- See
- Lage
- Mecklenburgische Seenplatte, bei Plau am See
- Bundesland
- Mecklenburg-Vorpommern
- Raubfischarten
- 5
Der Plauer See ist mit rund 38 km² (3.879 ha) Deutschlands siebtgrößter See und das westliche Ende der Mecklenburgischen Großseenkette - über Fleesen- und Kölpinsee mit der Müritz verbunden, bis zu 28 m tief. Er ist ein ausgesprochenes Hechtgewässer, ein strukturreiches Barschrevier mit Kanten, Plateaus und Barschbergen und gilt als das ernstzunehmendste Wels-Revier der Region (Fänge über 1,50 m dokumentiert, Hotspot am Kanalauslauf bei Plau). Bewirtschafter sind die Müritzfischer; es gelten dieselben Regeln wie an der Müritz - Hecht-Entnahmefenster 60 bis 90 cm, Zander-Schonmaß 55 cm, Aal-Mindestmaß 55 cm, Barschlimit 15 pro Fangtag. Fürs Uferangeln braucht man einen Müritzfischer-Erlaubnisschein; mit reiner LAV-Jahreskarte darf man nur vom verankerten Boot fischen. Nachtangeln ist erlaubt.
Am Westende der Großseenkette
Der Plauer See bildet mit rund 38 Quadratkilometern (3.879 ha) das westliche Ende der Mecklenburgischen Großseenkette und ist Deutschlands siebtgrößter See - über Fleesen- und Kölpinsee direkt mit der Müritz verbunden. Anders als die flache Müritz ist er mit bis zu 28 Metern deutlich tiefer und strukturreich: abfallende Kanten, Plateaus und die berüchtigten Barschberge prägen den Grund. Das macht ihn zu einem der vielseitigsten Raubfischgewässer der Seenplatte.
Welche Raubfische der Plauer See führt
- Der Hecht ist der Charakterfisch - der See gilt als ausgesprochenes Hechtgewässer.
- Der Wels findet hier sein bestes Revier der Region; kapitale Fische über 1,50 m sind belegt.
- Der Barsch steht im kälteren Wasser oft in 4 bis 8 m an den Kanten und über den Barschbergen.
- Der Zander nutzt die tiefen, strukturreichen Bereiche.
- Der Aal gehört zum festen Bestand und wird nachts befischt.
Angeln bei den Müritzfischern
Bewirtschafter sind die Müritzfischer - es gelten dieselben Regeln wie an der Müritz. Wichtig ist die Kartenfrage: Fürs Uferangeln braucht man einen Müritzfischer-Erlaubnisschein, mit reiner LAV-Jahreskarte darf man nur vom verankerten Boot fischen. Für den Waller lohnt der Kanalauslauf bei Plau, für Zander und Barsch das gezielte Vertikalangeln an den Barschbergen und Kanten. Nachtangeln ist erlaubt.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Der Plauer See trägt die strengeren Müritzfischer-Werte - Hecht-Entnahmefenster 60-90 cm, Aal 55 cm, Barschlimit 15 Stück. Die gewässerspezifischen Angaben je Art stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Mecklenburg-Vorpommern. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Plauer See
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Hecht Schonzeit Mecklenburg-Vorpommern → | keine Schonzeit (MV-Binnen) | Entnahmefenster 60-90 cm | 2 Raubfische/Tag (Hecht/Zander/Aal/Karpfen) |
| Zander Schonzeit Mecklenburg-Vorpommern → | 01.04.-01.06. | 55 cm | 2 Raubfische/Tag (Hecht/Zander/Aal/Karpfen) |
| Wels Schonzeit Mecklenburg-Vorpommern → | 01.05.-30.06. (Landeswert Binnen) | 70 cm (Landeswert Binnen; Müritzfischer identisch) | max. 2 Fische/Tag der Arten Hecht, Zander, Aal oder Karpfen; Wels siehe Erlaubnisschein |
| Aal Schonzeit Mecklenburg-Vorpommern → | 01.12.-28.02. | 55 cm | max. 2 Fische/Tag (Hecht, Zander, Aal, Karpfen zusammen) |
| Flussbarsch Schonzeit Mecklenburg-Vorpommern → | keine (Landeswert) | 17 cm (Binnen-Landeswert; Müritzfischer-Regeln gelten) | max. 15 Barsche pro Fangtag (Müritzfischer-Sonderregel) |
Besonderheiten am Plauer See
- Hecht: Ausgesprochenes Hechtgewässer. Gleiche Müritzfischer-Regeln (Entnahmefenster 60-90 cm).
- Zander: Gleiche Müritzfischer-Regeln (Zander 55 cm, 01.04.-01.06.).
- Wels: Mit 3.879 ha (Ø ca. 38 km²) Deutschlands siebtgrößter See, bis 28 m tief. Gilt als das ernstzunehmendste Wels-Revier der Region - 'Waller immer mehr im Kommen', Fänge bis über 150 cm dokumentiert. Kein Anfänger-Gewässer: langsam abfallende Uferzonen, ausgedehnter Schilfgürtel, Ortskenntnis nötig. Hotspot am Kanalauslauf bei Plau.
- Aal: Rund 38 km² großer, artenreicher See am Westende der Mecklenburgischen Großseenkette, über Fleesen- und Kölpinsee mit der Müritz verbunden. Aal gehört zum festen Bestand. Bewirtschafter-Mindestmaß 55 cm. Mit reiner LAV-Jahresangelerlaubnis ohne Müritzfischer-Karte nur vom verankerten Boot erlaubt; fürs Uferangeln Müritzfischer-Erlaubnisschein nötig. Nachtangeln erlaubt.
- Flussbarsch: Mit rund 38 km² zweitgrößtes Gewässer der Seenplatte. Strukturreiches Barschrevier mit abfallenden Kanten, Plateaus und Barschbergen; Barsche stehen im kälteren Wasser oft in 4-8 m Tiefe. Vom selben Bewirtschafter wie die Müritz, gleiche 15-Stück-Barschregel.
Die Regeln am Plauer See setzt Müritzfischer (Fischerei Müritz-Plau GmbH). Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Plauer See
Ist der Plauer See ein gutes Wels-Gewässer?
Ja, der Plauer See gilt als das ernstzunehmendste Wels-Revier der Region - der Waller ist hier 'immer mehr im Kommen', mit dokumentierten Fängen über 1,50 m. Ein bekannter Hotspot ist der Kanalauslauf bei Plau. Es ist aber kein Anfänger-Gewässer: langsam abfallende Uferzonen, ein ausgedehnter Schilfgürtel und die schiere Größe verlangen Ortskenntnis und meist ein Boot mit Echolot.
Welche Regeln gelten am Plauer See für den Hecht?
Es gelten dieselben Müritzfischer-Regeln wie an der Müritz: ein Hecht-Entnahmefenster von 60 bis 90 cm, das die großen Laichhechte schützt, sowie ein Tageslimit von zwei Raubfischen (Hecht, Zander, Aal oder Karpfen zusammen). Der Zander hat ein Schonmaß von 55 cm und eine Schonzeit vom 1. April bis 1. Juni.
Welche Karte braucht man für den Plauer See?
Bewirtschafter sind die Müritzfischer. Fürs Uferangeln braucht man einen Müritzfischer-Erlaubnisschein; mit einer reinen LAV-Jahresangelerlaubnis Mecklenburg-Vorpommern darf man dagegen nur vom verankerten Boot aus fischen. Nachtangeln ist erlaubt. Die Müritzfischer-Karte gilt zugleich für viele weitere Gewässer der Region.