Müritz
Die Müritz ist der größte Binnensee, der ganz in Deutschland liegt - ein flaches, warmes Meer mitten in der Mecklenburgischen Seenplatte und ein Top-Revier auf Hecht, Zander und Aal. Was hier schwimmt, wie die Müritzfischer den Bestand über Entnahmefenster und Limits schützen und wo der Schwarmbarsch steht.
- Typ
- See
- Lage
- Mecklenburgische Seenplatte
- Bundesland
- Mecklenburg-Vorpommern
- Raubfischarten
- 5
Die Müritz ist mit rund 117 km² der größte vollständig in Deutschland liegende Binnensee - flach (im Mittel nur etwa 6,5 m, maximal rund 33 m tief), warm und nahrungsreich. Sie ist ein bekanntes Hecht- und Zandergewässer und ein Top-Aalrevier; dazu kommen starke Schwarmbarsch-Bestände. Bewirtschaftet wird sie von den Müritzfischern, deren Tageskarte (ab etwa 6 Euro) für fast 80 Gewässer der Region gilt. Die Regeln sind teils strenger als das Landesrecht: Der Hecht unterliegt einem Entnahmefenster von 60 bis 90 cm, das große Laichhechte schützt; das Zander-Schonmaß liegt bei 55 cm, das Aal-Mindestmaß bei 55 cm. Nachtangeln ist erlaubt, in der Kleinen Müritz gelten Schonbezirke.
Deutschlands größter Binnensee
Die Müritz ist ein Superlativ: Mit rund 117 Quadratkilometern ist sie der größte Binnensee, der vollständig in Deutschland liegt (nur der Bodensee ist größer, gehört aber drei Ländern). Anders als ein tiefer Voralpensee ist sie flach und warm - im Mittel nur etwa 6,5 m, an der tiefsten Stelle rund 33 m. Diese großen, sonnendurchfluteten Flächen mit ihren Plateaus, Kanten und Krautfeldern machen sie zu einem der produktivsten Raubfischgewässer der Mecklenburgischen Seenplatte.
Welche Raubfische die Müritz führt
- Der Hecht ist der Aushängefisch - reichlich Kraut und Weißfisch schaffen beste Bedingungen; das Entnahmefenster 60-90 cm sorgt für einen gesunden Bestand mit Großhechten.
- Der Zander hat hier einen sehr guten Bestand und steht an den Plateaukanten und im trüberen Wasser.
- Der Aal ist dank konsequentem Besatz Top - ein klassisches Ziel für den nächtlichen Grundansitz.
- Der Barsch bildet große Schwärme, die dem Stint über die Plateaus und Kanten folgen; man sucht sie meist vom Boot mit Echolot und Gewässerkarte.
- Der Wels gehört zu den heimischen Arten, wird aber deutlich seltener gezielt befischt.
Angeln bei den Müritzfischern
Der große Vorteil an der Müritz ist die einfache Karte: Eine Tageskarte der Müritzfischer (ab etwa 6 Euro) öffnet fast 80 Gewässer der Region. Weil der See so groß und flach ist, ist das Bootsangeln mit Echolot der Schlüssel - ob beim Vertikalangeln auf Zander an den Kanten oder beim Suchen der Barschschwärme über den Plateaus. Nachtangeln ist erlaubt; in der Kleinen Müritz gelten Schonbezirke mit einem Kunstköder- und Schleppverbot vom 1. April bis 1. Juni.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Die Müritzfischer setzen an mehreren Stellen strengere Werte als das Landesrecht - das Hecht-Entnahmefenster 60-90 cm, das Aal-Mindestmaß 55 cm und ein Tageslimit von zwei Raubfischen. Die gewässerspezifischen Angaben je Art stehen in der Tabelle unten; der bundesweite Rahmen findet sich in den Schonzeiten in Mecklenburg-Vorpommern. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Müritz
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Hecht Schonzeit Mecklenburg-Vorpommern → | keine Schonzeit (MV-Binnen) | Entnahmefenster 60-90 cm | 2 Raubfische/Tag (Hecht/Zander/Aal/Karpfen) |
| Zander Schonzeit Mecklenburg-Vorpommern → | 01.04.-01.06. | 55 cm | 2 Raubfische/Tag (Hecht/Zander/Aal/Karpfen) |
| Wels Schonzeit Mecklenburg-Vorpommern → | 01.05.-30.06. (Landeswert Binnen) | 70 cm (Landeswert Binnen; Müritzfischer identisch) | max. 2 Fische/Tag der Arten Hecht, Zander, Aal oder Karpfen (Wels nicht in dieser Beschränkung genannt); siehe Erlaubnisschein |
| Aal Schonzeit Mecklenburg-Vorpommern → | 01.12.-28.02. | 55 cm | max. 2 Fische/Tag (Hecht, Zander, Aal, Karpfen zusammen) |
| Flussbarsch Schonzeit Mecklenburg-Vorpommern → | keine (Landeswert) | 17 cm (Binnen-Landeswert; Müritzfischer bestätigt 17 cm) | max. 15 Barsche pro Fangtag (Müritzfischer-Sonderregel) |
Besonderheiten am Müritz
- Hecht: Größter Binnensee Deutschlands, bekanntes Hechtgewässer. Das Entnahmefenster 60-90 cm schützt große Laichhechte - strenger als der Landeswert (45 cm).
- Zander: Größter Binnensee Deutschlands, sehr guter Zanderbestand. Zander-Schonmaß 55 cm; das Hecht-Entnahmefenster 60-90 cm gilt nicht für Zander.
- Wels: Mit 112 km² Deutschlands größter Binnensee - warm, flach (Ø ca. 6,5 m), großes Nahrungsangebot. Wels gehört zu den heimischen Arten, wird aber deutlich seltener befischt als Hecht und Zander. Eine einzige Müritzfischer-Karte (ab 6 EUR/Tag) gilt für fast 80 Gewässer der Region.
- Aal: Größter Binnensee Deutschlands (rund 117 km²) und Top-Aalrevier. Die Müritzfischer besetzen jährlich Aal - vom Landesverband der Binnenfischer kamen rund 2,6 Mio. Glasaale, etwa die Hälfte davon in die Müritz-Region (Nordkurier). Bewirtschafter-Mindestmaß 55 cm liegt über dem Landeswert 50 cm. Nachtangeln erlaubt; Schonbezirke in der Kleinen Müritz beachten (01.04.-01.06. Kunstköder- und Schleppverbot).
- Flussbarsch: Größter vollständig in Deutschland liegender See. Klassisches Großsee-Barschrevier - Schwarmbarsch folgt dem Stint über Plateaus und Kanten; Barschangeln meist vom Boot mit Echolot und Gewässerkarte. Müritzfischer begrenzt die Barschentnahme auf 15 Stück pro Fangtag.
Die Regeln am Müritz setzt Müritzfischer (Fischerei Müritz-Plau GmbH). Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Müritz
Welche Regeln gelten für den Hecht an der Müritz?
An der Müritz gilt für den Hecht ein Entnahmefenster von 60 bis 90 cm: Nur Hechte in dieser Spanne dürfen entnommen werden, kleinere und vor allem große (über 90 cm) müssen zurück. Das schützt die kapitalen, laichstarken Weibchen und ist strenger als der Landeswert (Mindestmaß 45 cm). Pro Tag dürfen insgesamt zwei Raubfische (Hecht, Zander, Aal oder Karpfen) entnommen werden.
Braucht man für die Müritz eine spezielle Angelkarte?
Man angelt mit einer Karte der Müritzfischer (Fischerei Müritz-Plau GmbH). Das Besondere: Eine einzige Karte - die Tageskarte gibt es ab rund 6 Euro - gilt nicht nur für die Müritz, sondern für fast 80 Gewässer der Region. Nachtangeln ist erlaubt; in der Kleinen Müritz gelten Schonbezirke, in denen vom 1. April bis 1. Juni Kunstköder- und Schleppangeln verboten ist.
Ist die Müritz ein gutes Aalgewässer?
Ja, die Müritz zählt zu den Top-Aalrevieren Deutschlands. Weil der natürliche Aalaufstieg in die Seenplatte fehlt, besetzen die Müritzfischer jährlich Aal - vom Landesverband der Binnenfischer kamen zuletzt rund 2,6 Millionen Glasaale, etwa die Hälfte in die Müritz-Region. Das Bewirtschafter-Mindestmaß liegt mit 55 cm über dem Landeswert von 50 cm; die Schonzeit läuft vom 1. Dezember bis 28. Februar.