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Schonzeit & Mindestmaß

Wels-Schonzeit in Berlin

In Berlin gibt es für den Wels in Binnengewässern keine gesetzliche Schonzeit. Das Mindestmaß beträgt 75 cm. Häufig legen die Bewirtschafter der Gewässer dennoch eine Schonzeit fest - prüfen Sie die Gewässerordnung Ihres Reviers.

Von der raubfischmagazin-Redaktion Stand: Fassung 2025
Schonzeit
keine gesetzliche Schonzeit
Mindestmaß
75 cm
Stand
Fassung 2025
Wichtig für Berlin: Keine Schonzeit, aber Mindestmaß 75 cm.

Schonzeit und Mindestmaß schützen den Wels während der Laichzeit im Frühjahr. Warum das so ist, wie sich die Werte zwischen den Bundesländern unterscheiden und was bei einem Beifang gilt, steht in der Übersicht aller 16 Bundesländer. Alles zum Fang - Köder, Methoden, Ausrüstung, Standplätze - finden Sie im großen Wels-Guide.

Rechtsverbindlich ist allein die aktuelle Fischereiverordnung des Landes sowie die Bestimmung des jeweiligen Reviers bzw. Bewirtschafters, die strengere Werte festlegen können. Angaben ohne Gewähr, keine Rechtsberatung. Vor dem Angeln die aktuellen Bestimmungen beim Bewirtschafter oder Landesfischereiverband prüfen.

Häufige Fragen

Wann hat der Wels in Berlin Schonzeit?

In Berlin besteht für den Wels in Binnengewässern keine gesetzliche Schonzeit (Berliner Landesfischereiordnung (LFischO), Anlage 1 zu § 8 Abs. 1). Bewirtschafter können eine festlegen.

Wie groß muss ein Wels in Berlin sein?

Das Mindestmaß beträgt in Berlin 75 cm. Gemessen wird von der Kopfspitze bis zum Ende der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse.

Wels-Schonzeit an bekannten Gewässern in Berlin

An vielen Gewässern gelten die Regeln des Bewirtschafters (Gewässerordnung oder Erlaubnisschein) - sie können strenger sein als die Landes-Schonzeit aus der Fakten-Box oben. Maßgeblich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein des jeweiligen Gewässers.

  • Großer Müggelsee Fluss-See (Spree-durchflossen) · Treptow-Köpenick (zwischen Köpenick, Friedrichshagen, Rahnsdorf)
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 75 cm (gesetzliches Landes-Mindestmaß, LFischO Anlage 1) |Limit: siehe Erlaubnisschein
    Mit rund 740 ha Berlins größter See, von der Spree durchflossen (Fluss-See-Charakter, im Schnitt 4 m, max. 8 m tief). Der Wels spielt hier als Zielfisch eine wachsende Rolle, wird aber laut Bewirtschafter kaum gezielt befischt - das warme, nahrungsreiche Wasser bietet unterbefischtes Waller-Potenzial. Bootangeln erschließt die tieferen Bereiche und Spree-Einläufe am besten.
  • Langer See (Dahme) Dahme-Flusssee · Treptow-Köpenick (südöstlich Berlin, Köpenick bis Grünau/Schmöckwitz)
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 75 cm (gesetzliches Landes-Mindestmaß, LFischO Anlage 1) |Limit: siehe Erlaubnisschein
    Von der Dahme durchflossener, rund 13 km langer Flusssee - gleicht eher einem breiten, trägen Fluss als einem See (max. 8,5 m, sandiger Grund). Wels gehört zum bestätigten Artenspektrum neben Zander, Hecht, Aal und Rapfen. Die träge strömende Dahme mit ihren Buhnen und Uferkanten ist typisches Waller-Wasser; Bewirtschaftung durch die Köpenicker FVG bereits seit den 1950er-Jahren.
  • Seddinsee Dahme-Wasserstraßen-See · Treptow-Köpenick (südöstlich Berlin, zwischen Gosen und Schmöckwitz)
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 75 cm (gesetzliches Landes-Mindestmaß, LFischO Anlage 1) |Limit: siehe Erlaubnisschein
    Rund 4 km langer, 500 m breiter See (max. 7 m) mit flussähnlichem Charakter, verbindet die Dahme-Wasserstraße mit Zeuthener und Langem See. Waller-Vorkommen bestätigt - in den vergangenen Jahren wurden hier laut Anglerberichten einige gute Waller gefangen. Bootangeln ist deutlich erfolgreicher als vom Ufer, da die produktiven Tiefenkanten schwer erreichbar sind.
  • Untere Havel (Havel-Wasserstraße) Fluss / Havel-Wasserstraße · Spandau (Tiefwerder, Pichelsdorf, Gatow-Kladow)
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 75 cm (gesetzliches Landes-Mindestmaß, LFischO Anlage 1) |Limit: Berlin: max. 3 Aale und 3 Zander pro Tag (Wels: siehe Erlaubnisschein)
    Breite, langsam fließende Havel-Wasserstraße im Berliner Westen - klassisches, warmes Wels-Wasser. Der Bewirtschafter stützt den Wels-Bestand ausdrücklich durch Jungfischbesatz (neben Aal, Hecht, Karpfen, Schleie). Erlaubt sind zwei Handangeln, beim Spinn-/Flugangeln nur eine Rute; in Berlin gilt zudem das Tageslimit von 3 Aalen und 3 Zandern.
  • Großer Wannsee Havel-Ausbuchtung / See · Steglitz-Zehlendorf (Wannsee)
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 75 cm (gesetzliches Landes-Mindestmaß, LFischO Anlage 1) |Limit: Berlin: max. 3 Aale und 3 Zander pro Tag (Wels: siehe Erlaubnisschein)
    Größte Ausbuchtung der Unterhavel, tief und warm - guter Lebensraum für kapitale Welse. Teil des Gewässerverbunds der Fischersozietät, die den Wels-Bestand im gesamten Havel-/Spree-System durch Besatz fördert. Angelregeln wie an der Unterhavel (zwei Handangeln, beim Kunstköderangeln eine Rute, Berliner Tageslimit für Aal/Zander).
  • Spree (Berliner Stadtspree / Unterspree) Fluss · Mitte / Spandau (Mündung Havel) bis Treptow-Köpenick
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: 75 cm (gesetzliches Landes-Mindestmaß, LFischO Anlage 1) |Limit: Berlin: max. 3 Aale und 3 Zander pro Tag (Wels: siehe Erlaubnisschein)
    Die Spree führt durch das gesamte Stadtgebiet und mündet in die Havel; der Wels ist im Fluss weit verbreitet und wird von der Fischersozietät gezielt durch Jungfischbesatz gestützt. Buhnenfelder, Hafenbecken und Brückenpfeiler bieten typische Waller-Standplätze. Zuständigkeit je nach Abschnitt unterschiedlich - Unterspree Fischersozietät, Müggelspree/oberer Bereich Köpenicker FVG - daher immer den passenden Erlaubnisschein lösen.