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Schonzeit & Mindestmaß

Wels-Schonzeit in Bremen

In Bremen gibt es für den Wels weder eine gesetzliche Schonzeit noch ein Mindestmaß. Häufig legen die Bewirtschafter der Gewässer dennoch eigene Regeln fest - prüfen Sie die Gewässerordnung Ihres Reviers.

Von der raubfischmagazin-Redaktion Stand: Fassung 2011
Schonzeit
keine gesetzliche Schonzeit
Mindestmaß
kein gesetzliches Maß
Stand
Fassung 2011
Wichtig für Bremen: Wels nicht gelistet - keine Schonzeit, kein Mindestmaß.

Schonzeit und Mindestmaß schützen den Wels während der Laichzeit im Frühjahr. Warum das so ist, wie sich die Werte zwischen den Bundesländern unterscheiden und was bei einem Beifang gilt, steht in der Übersicht aller 16 Bundesländer. Alles zum Fang - Köder, Methoden, Ausrüstung, Standplätze - finden Sie im großen Wels-Guide.

Rechtsverbindlich ist allein die aktuelle Fischereiverordnung des Landes sowie die Bestimmung des jeweiligen Reviers bzw. Bewirtschafters, die strengere Werte festlegen können. Angaben ohne Gewähr, keine Rechtsberatung. Vor dem Angeln die aktuellen Bestimmungen beim Bewirtschafter oder Landesfischereiverband prüfen.

Häufige Fragen

Wann hat der Wels in Bremen Schonzeit?

In Bremen besteht für den Wels in Binnengewässern keine gesetzliche Schonzeit (Bremische Binnenfischereiverordnung, § 3/§ 4). Bewirtschafter können eine festlegen.

Wie groß muss ein Wels in Bremen sein?

Ein einheitliches gesetzliches Mindestmaß ist in Bremen nicht festgelegt - es gilt die Vorgabe des Bewirtschafters.

Wels-Schonzeit an bekannten Gewässern in Bremen

An vielen Gewässern gelten die Regeln des Bewirtschafters (Gewässerordnung oder Erlaubnisschein) - sie können strenger sein als die Landes-Schonzeit aus der Fakten-Box oben. Maßgeblich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein des jeweiligen Gewässers.

  • Stadtwaldsee (Unisee) Baggersee · Bremen-Horn-Lehe, an der Universität; mit 29 ha und 15 m Tiefe Bremens größter Baggersee
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: kein gesetzliches; Bewirtschafter SFV Bremen führt Wels ohne Mindestmaß, dafür mit Entnahmepflicht |Limit: Entnahmepflicht (Wels darf nicht zurückgesetzt werden); im Übrigen siehe Erlaubnisschein/Gastkarte
    Der bekannteste Wels-See der Stadt und ein geschlossenes Biotop: Der SFV listet Wels ausdrücklich unter den zu erwartenden Arten. Bei 15 m Tiefe bietet der See den Welsen ganzjährig kühle Standplätze in den Tiefenzonen, während sie im Sommer nachts über die flachen Uferbänke ziehen. Der Bestand ist so etabliert, dass Abfischversuche daran scheiterten. Angeln vom nicht motorisierten Boot ist außerhalb der Badesaison erlaubt, am Badestrand gilt 15.05.-15.09. Angelverbot.
  • Waller Feldmarksee Baggersee · Bremen-Gröpelingen/Walle, nördlich der Waller Feldmark zwischen Kleingärten und Blockland-Niederung; rund 12-15 ha, bis 16 m tief
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: kein gesetzliches; Bewirtschafter-Wert siehe Gewässerordnung/Erlaubnisschein TURA Bremen |Limit: siehe Erlaubnisschein
    Der Bewirtschafter TURA Bremen führt den Wels explizit im Artenspektrum (Aal, Hecht, Zander, Wels, Karpfen, Schleie u.a.). Mit bis zu 16 m Tiefe ein klassischer Tiefen-Baggersee, in dem Welse in den warmen Sommermonaten aus dem Tiefenwasser in die flacheren Uferbereiche und Kleinfisch-Schwärme aufsteigen. Gastkarten (Probefischen) nur mit gültigem Fischereischein; Jugendliche unter 14 dürfen nicht auf Raubfisch angeln.
  • Weser im Bremer Stadtgebiet (Weserwehr Hastedt bis Unterweser) Fluss / im Unterlauf tidebeeinflusst · Weser durch das Bremer Stadtgebiet, Schwerpunkt Weserwehr/Fischpass Hastedt und Mittelweser stromauf; unterhalb des Wehrs tidebeeinflusste Unterweser
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: kein gesetzliches |Limit: siehe Erlaubnisschein (Weser-Pacht IV)
    Die gesamte Weser zwischen Minden und Bremen ist mit Wels besiedelt; nach dem Hochwasser Winter 2023/24 hat sich der Bestand deutlich ausgeweitet. Als Sammelpunkt gilt das Weserwehr mit Fischtreppe in Hastedt, wo aufsteigende Welse sich stauen. Revier-Charakter: strömungsgeprägter Fluss mit Buhnenfeldern, Wehrkolken und tiefen Prallhängen als Wels-Standplätzen. Achtung: Der Erlaubnisschein-Bereich stromauf des Wehrs wird von fünf Vereinen geteilt, die aktuell keine zusätzlichen Scheine ausgeben - Zugang vorab klären.
  • Achterdieksee (Ikensdammsee) grundwassergespeister Baggersee · Bremen-Oberneuland, an der A27
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: kein gesetzliches; SFV-Wels ohne Mindestmaß mit Entnahmepflicht |Limit: Entnahmepflicht für Wels; im Übrigen siehe Erlaubnisschein
    Der SFV nennt den Wels ausdrücklich als eine der Hauptarten des Ikensdammsees (neben Aal, Hecht, Barsch, Weißfisch). Eine Besonderheit ist das leicht salzige Zulaufwasser aus dem Lilienthaler Salzstock. Angeln vom Boot oder Bellyboot ist verboten, ebenso von Brücke und Damm; am Badestrand gilt 15.05.-15.09. Angelverbot - Welsangeln damit vom Ufer außerhalb der Badezonen.
  • Wümme (Bremer Strecke) Fluss / im Unterlauf tidebeeinflusst · Bremen-Borgfeld/Oberneuland, SFV-Strecke Klüverweg bis Kropps Wasseruhr; Quellfluss der Lesum
    Schonzeit: keine (Landeswert) | Mindestmaß: kein gesetzliches; SFV-Wels ohne Mindestmaß mit Entnahmepflicht |Limit: Entnahmepflicht für Wels; im Übrigen siehe Erlaubnisschein
    Der Wels ist in der Wümme angekommen und breitet sich über das Lesum-Wümme-System aus (belegt im Weser-Kurier). Revier-Charakter: naturnaher Tieflandfluss mit Kolken und Schilfgürteln als Wels-Standplätzen, im Unterlauf stromab der Borgfelder Brücke mit spürbarem Tidenhub. Naturschutz-Auflagen beachten: Am rechten Ufer ist die Fischerei nur vom 15.7.-31.3. erlaubt, Schilfgürtel und Kolke sind vom 31.3.-15.7. gesperrt (Brutschutz).