Talsperre Quitzdorf
Die Talsperre Quitzdorf ist der flächenmäßig größte Stausee Sachsens - ein flacher, nährstoffreicher See mit gutem Barschbestand und Welsen um zwei Meter. Was hier beißt und warum die Regeln des privaten Pächters gelten, nicht die des Landesverbands.
- Typ
- Talsperre
- Lage
- bei Niesky, Landkreis Görlitz, Oberlausitz
- Bundesland
- Sachsen
- Raubfischarten
- 3
Die Talsperre Quitzdorf bei Niesky in der Oberlausitz ist mit rund 700 ha der flächenmäßig größte Stausee Sachsens, von der Schwarzen Schöps gestaut - ein flacher (im Schnitt 2 bis 3 m, bis 6 m an der Staumauer), nährstoffreicher Mehrzweckstausee mit Sand-, Kies- und Muschelbänken. Der gute Weißfischbestand ist die Grundlage für einen guten Barsch- und einen bemerkenswerten Welsbestand (belegte Exemplare um 2 m, eine App-Fangmeldung nennt 215 cm). Wichtig: Seit 2017 ist die Forellen- und Lachszucht Ermisch Pächter - es gelten nicht die LVSA-Fangmengen, sondern die eigenen Regeln des Pächters (Erlaubnisscheine online über hejfish). Zu den Sonderregeln zählen ein Raubfisch-Angelverbot im Januar (bzw. Januar/Februar), ein Limit von maximal 5 Barschen pro Angeltag und gesonderte Schonbezirke; Bootsangeln mit E-Motor ist erlaubt, Zelten und Feuer verboten.
Der größte Stausee Sachsens
Die Talsperre Quitzdorf bei Niesky ist der flächenmäßig größte Stausee Sachsens - rund 700 Hektar, von der Schwarzen Schöps gestaut. Anders als die tiefen Talsperren des Erzgebirges ist sie ein Flachwasser-Stausee: im Schnitt nur 2 bis 3 Meter tief, nährstoffreich und warm, mit Sand-, Kies- und Muschelbänken. Diese Kombination aus Weite, Wärme und Nahrung macht sie zu einem produktiven Raubfischgewässer der Oberlausitz.
Welche Raubfische der See führt
- Der Barsch profitiert vom starken Weißfischbestand.
- Der Wels wird kapital - Fische um 2 m sind belegt.
- Der Aal gehört als besatzabhängiger Stausee-Fisch zum Bestand.
- Dazu kommen Zander und Hecht.
Angeln an der Talsperre Quitzdorf
Pächter ist seit 2017 die Forellen- und Lachszucht Ermisch - es gelten deren eigene Regeln (Karten über hejfish). Wichtig sind die Sonderregeln: Raubfisch-Angelverbot im Januar/Februar, max. 5 Barsche pro Tag, Schonbezirke. Den Wels befischt man im Ansitz mit Totköder oder Fetzen; Bootsangeln mit E-Motor ist erlaubt.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
An der Talsperre Quitzdorf gelten die Pächter-Sonderregeln, nicht die LVSA-Werte. Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Sachsen. Verbindlich ist immer der Erlaubnisschein des Pächters.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Talsperre Quitzdorf
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Wels Schonzeit Sachsen → | keine (Landeswert); Raubfisch-Sperre Januar/Februar durch Pächter | kein gesetzliches - Pächter-Sonderregeln beachten | siehe Erlaubnisschein |
| Aal Schonzeit Sachsen → | keine (Landeswert) | 50 cm (Landeswert) | siehe Erlaubnisschein (eigener Pächter) |
| Flussbarsch Schonzeit Sachsen → | keine gesetzliche für Barsch (Landeswert); Pächter-Sonderregel: Raubfisch-Angelverbot im Januar | kein gesetzliches (Landeswert) | max. 5 Barsch je Angeltag (Pächter-Regel) |
Besonderheiten am Talsperre Quitzdorf
- Wels: Gewässernummer D06-123. Flachwassertalsperre (2-3 m im Schnitt, bis 6 m an der Staumauer) mit Sand-, Kies- und Muschelbänken. Guter Welsbestand mit belegten Exemplaren um 2 m (App-Fangmeldung 215 cm). Privater Pächter mit eigenen Sonderregeln: Raubfisch-Angelverbot im Januar/Februar; Totköder/Fetzen und Bootsangeln mit E-Motor erlaubt, Zelten/Feuer verboten. Tages-, Wochen- und Jahreskarten mit/ohne Nachtangeln.
- Aal: Mit 686 ha der flächenmäßig größte Stausee Sachsens (von der Schwarzen Schöps gestaut). Wichtig: seit 2017 ist die Forellen- und Lachszucht Ermisch Pächter - es gelten nicht die LVSA-Fangmengen, sondern die Regeln des Erlaubnisscheins (online über hejfish). Aal gehört zum Bestand, ist als Stausee-Fisch besatzabhängig. Verbindliche Aal-Regeln direkt beim Pächter erfragen.
- Flussbarsch: Rund 750 ha, flacher und nährstoffreicher Mehrzweckstausee (Brauchwasser, Hochwasserschutz, Naherholung) - guter Weißfisch- und damit Barschbestand. Achtung: eigene Bewirtschaftungsregeln des Pächters, die von der SächsFischVO abweichen - u.a. Raubfisch-Angelverbot im Januar, max. 5 Barsch/Tag, gesonderte Schonbezirke. Erlaubnisschein und aktuelle Besonderheiten des Pächters vor dem Angeln prüfen.
Die Regeln am Talsperre Quitzdorf setzt Forellen- und Lachszucht Ermisch (Pächter seit 2017), Gewässer-Nr. D06-123. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Talsperre Quitzdorf
Welche Regeln gelten an der Talsperre Quitzdorf?
Seit 2017 ist die Forellen- und Lachszucht Ermisch Pächter - es gelten deshalb nicht die LVSA-Fangmengen, sondern die eigenen Regeln des Pächters, die von der Sächsischen Fischereiverordnung abweichen. Dazu zählen ein Raubfisch-Angelverbot im Januar (teils Januar/Februar), ein Limit von maximal 5 Barschen pro Angeltag und gesonderte Schonbezirke. Erlaubnisscheine gibt es online über hejfish; die aktuellen Besonderheiten prüft man vor dem Angeln.
Wie groß werden die Welse in der Talsperre Quitzdorf?
Der Welsbestand ist gut, mit belegten Exemplaren um zwei Meter - eine App-Fangmeldung nennt sogar 215 cm. Der flache, nährstoffreiche Mehrzweckstausee mit seinen Sand-, Kies- und Muschelbänken bietet dem Waller ideale Bedingungen. Erlaubt sind Totköder und Fetzen; Bootsangeln mit E-Motor ist gestattet. Es gibt Tages-, Wochen- und Jahreskarten mit oder ohne Nachtangeln.
Wie tief ist die Talsperre Quitzdorf?
Sie ist ein Flachwasser-Stausee: im Schnitt nur 2 bis 3 Meter tief, an der Staumauer bis zu 6 Meter. Diese Flachheit und der Nährstoffreichtum machen sie zu einem warmen, produktiven Gewässer mit starkem Weißfisch- und darauf aufbauendem Raubfischbestand. Sand-, Kies- und Muschelbänke gliedern den Grund und bieten Barsch und Wels Standplätze.