Laacher See
Der Laacher See ist das größte natürliche Stehgewässer der deutschen Mittelgebirge - eine wassergefüllte Caldera in der Vulkaneifel, umgeben von der Abtei Maria Laach. Berühmt für seinen Aal. Was hier beißt und welche Regeln die Klosterfischerei setzt.
- Typ
- Kratersee
- Lage
- Vulkaneifel bei Maria Laach, Landkreis Ahrweiler
- Bundesland
- Rheinland-Pfalz
- Raubfischarten
- 2
Der Laacher See in der Vulkaneifel bei Maria Laach (Landkreis Ahrweiler) ist mit 3,3 km² Fläche und bis zu 53 m Tiefe das größte natürliche Stehgewässer der deutschen Mittelgebirge und der größte See in Rheinland-Pfalz - eine wassergefüllte Caldera ohne natürlichen Zu- oder Abfluss zum Rhein. Sein Fischbestand ist deshalb besatzabhängig. Bewirtschafter ist die Klosterfischerei Maria Laach; ihre Angelordnung ist verbindlich. Der Aal vom Laacher See ist über die Eifel hinaus für seine Qualität bekannt (Mindestmaß 50 cm). Hauptzielfisch ist der Hecht, dazu kommt ein guter Barschbestand an den steilen, rasch abfallenden Maar-Kanten. Zentrale Sonderregel: Geangelt wird nur vom Boot und mit mindestens 80 m Uferabstand; Schleppen und Nachtangeln sind erlaubt.
Das größte Stehgewässer der Mittelgebirge
Der Laacher See ist ein Gewässer mit Vulkangeschichte: eine wassergefüllte Caldera in der Vulkaneifel, entstanden vor über 10.000 Jahren, als sich nach dem Ausbruch des Laacher-See-Vulkans die entleerte Magmakammer zum Einbruchkessel senkte. Mit 3,3 Quadratkilometern Fläche und bis zu 53 Metern Tiefe ist er das größte natürliche Stehgewässer der deutschen Mittelgebirge und der größte See in Rheinland-Pfalz. Da er keinen natürlichen Zu- oder Abfluss zum Rhein hat, ist sein Fischbestand vollständig besatzgeprägt - und wird von der Klosterfischerei Maria Laach gepflegt.
Welche Raubfische der See führt
- Der Aal ist der berühmteste Fisch des Sees - über die Eifel hinaus für seine Qualität bekannt.
- Der Barsch steht an den steilen Maar-Kanten, die rasch in die Tiefe abfallen.
- Der Hecht ist laut Bewirtschafter der Hauptzielfisch.
- Der gesamte Bestand ist besatzabhängig, weil eine natürliche Verbindung zum Rhein fehlt.
Angeln am Laacher See
Bewirtschafter ist die Klosterfischerei Maria Laach, deren Angelordnung verbindlich ist. Die zentrale Regel: Geangelt wird nur vom Boot und mit mindestens 80 Metern Uferabstand. Schleppen und Nachtangeln sind erlaubt - der Aal wird im nächtlichen Ansitz befischt, der Hecht per Schleppfischen. Die Barsche sucht man an den steilen Abbruchkanten, wo das Wasser rasch in die Tiefe fällt.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Am Laacher See gelten die Regeln der Klosterfischerei (nur vom Boot, 80 m Uferabstand, Aal 50 cm). Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; den Landesrahmen geben die Schonzeiten in Rheinland-Pfalz. Verbindlich ist immer die Angelordnung der Klosterfischerei Maria Laach.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Laacher See
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Aal Schonzeit Rheinland-Pfalz → | keine (Landeswert) - Angelordnung der Klosterfischerei beachten | 50 cm | siehe Angelordnung |
| Flussbarsch Schonzeit Rheinland-Pfalz → | keine (Landeswert) | kein gesetzliches | siehe Erlaubnisschein |
Besonderheiten am Laacher See
- Aal: Der Laacher See ist ein vulkanischer Kratersee ohne natürlichen Zu-/Abfluss zum Rhein - sein Aalbestand stammt aus gezieltem Besatz der Klosterfischerei. Der Aal vom Laacher See ist über die Eifel hinaus für seine Qualität bekannt. Geangelt wird nur vom Boot (mind. 80 m Uferabstand); die Angelordnung der Klosterfischerei ist verbindlich.
- Flussbarsch: Bewirtschafter-Sonderregel: Angeln nur vom Boot und mit mindestens 80 m Uferabstand; Schleppen und Nachtangeln sind erlaubt. Die steilen Maar-Kanten fallen rasch in die Tiefe - Barsche stehen an den Abbruchkanten. Ein dokumentierter Fang lag bei 32 cm; stattliche Barsche sind laut Bewirtschafter keine Seltenheit, Hauptzielfisch ist der Hecht.
Die Regeln am Laacher See setzt Klosterfischerei Maria Laach. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Laacher See
Warum ist der Aal vom Laacher See so bekannt?
Der Aal vom Laacher See gilt über die Eifel hinaus als Qualitätsfisch. Weil der See eine wassergefüllte Caldera ohne natürlichen Zu- oder Abfluss zum Rhein ist, kann kein Aal auf natürlichem Weg einsteigen - der Bestand stammt vollständig aus dem gezielten Besatz der Klosterfischerei Maria Laach. Das Mindestmaß liegt bei 50 cm. Gefischt wird nur vom Boot; die Angelordnung der Klosterfischerei ist verbindlich.
Darf man am Laacher See vom Ufer angeln?
Nein. Am Laacher See wird ausschließlich vom Boot geangelt, und zwar mit mindestens 80 Metern Uferabstand. Das ist eine zentrale Sonderregel der Klosterfischerei Maria Laach. Schleppen und Nachtangeln sind dagegen erlaubt - was den See vor allem für den Aal-Ansitz und das Schleppfischen auf Hecht interessant macht. Wer hier angeln will, braucht also ein Boot und die Erlaubnis der Klosterfischerei.
Welche Fische leben im Laacher See?
Hauptzielfisch ist der Hecht, dazu kommt ein guter Barschbestand und der bekannte Aal. Die steilen Maar-Kanten fallen rasch in die Tiefe - an diesen Abbruchkanten stehen die Barsche. Ein dokumentierter Barsch-Fang lag bei 32 cm, und stattliche Barsche sind laut Bewirtschafter keine Seltenheit. Weil der See keine natürliche Verbindung zum Rhein hat, ist der gesamte Bestand vom Besatz der Klosterfischerei geprägt.