Walchensee
Der Walchensee ist Deutschlands größter und tiefster Alpensee - 16 Quadratkilometer glasklares Gebirgswasser, bis zu 192 Meter tief. Ein Revier für Seeforelle, Renke und Saibling, aber auch für Hecht und Barsch. Was hier beißt und welche Sonderregeln der Bewirtschafter setzt.
- Typ
- Alpensee
- Lage
- Kochel am See, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
- Bundesland
- Bayern
- Raubfischarten
- 2
Der Walchensee bei Kochel am See (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) ist mit rund 16 km² Fläche und bis zu 192 m Tiefe Deutschlands größter und tiefster Alpensee - ein tiefes, glasklares Gebirgsgewässer. Neben den klassischen Salmoniden (Seeforelle, Renke, Saibling, Rutte) führt er einen guten Bestand an Hecht und Barsch. Bewirtschafter ist die Walchensee-Fischereigenossenschaft; die Saison beginnt am 16. März, davor gilt bis 15. März eine allgemeine Schonzeit aller Arten. Eine markante Bewirtschafter-Sonderregel macht den Spätherbst zur Barsch-Saison: In Oktober und November dürfen ausschließlich Hechte und Barsche gefangen werden. Die Seeforelle ist vom 1. Oktober bis 28. Februar geschont (Schonmaß 60 cm); geschleppt wird ausschließlich mit Muskelkraft, Motorboote sind den Berufsfischern vorbehalten.
Deutschlands tiefster Alpensee
Der Walchensee bei Kochel gehört zu den Superlativen unter den deutschen Seen: mit rund 16 Quadratkilometern Fläche und bis zu 192 Metern Tiefe ist er der größte und zugleich tiefste Alpensee des Landes. Das Wasser ist von einer türkisblauen Klarheit, die Sichttiefen von vielen Metern erlaubt - ein kaltes, sauerstoffreiches Gebirgsgewässer, in dem sich die Fischwelt in klare Tiefenzonen gliedert. Wer hier angelt, fischt in einer der reinsten Wasserlandschaften Bayerns.
Welche Raubfische der See führt
- Die Forelle - hier die Seeforelle - ist der klassische Zielfisch, beangelbar per Schleppen und Spinnfischen.
- Der Barsch steht neben Hecht und den Salmoniden im Bestand und tritt im Spätherbst in den Vordergrund.
- Der Hecht ist die zweite Raubfischart, die in Oktober und November befischt werden darf.
- Dazu kommen Renke, Saibling und Rutte als weitere Salmoniden und Tiefenfische.
Angeln am Walchensee
Bewirtschafter ist die Walchensee-Fischereigenossenschaft; die Saison startet am 16. März. Die Seeforelle sucht man mit dem Schleppfischen und dem Spinnfischen - im Frühjahr und Herbst in Oberflächennähe, im Sommer in der Tiefe. Wichtig sind die Sonderregeln: Geschleppt wird nur mit Muskelkraft, und in Oktober und November dürfen ausschließlich Hecht und Barsch entnommen werden. Für die Seeforelle gilt ein Schonmaß von 60 cm und eine Schonzeit vom 1. Oktober bis 28. Februar.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Am Walchensee gelten die Genossenschafts-Sonderregeln (Herbst-Beschränkung, Muskelkraft-Schleppen, Seeforelle 60 cm). Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; den Landesrahmen geben die Schonzeiten in Bayern. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Walchensee
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Flussbarsch Schonzeit Bayern → | keine (Landeswert); allgemeine Schonzeit aller Arten bis 15.03. | kein gesetzliches (Barsch nicht in der Schonmaß-Liste) | kein Barsch-Limit |
| Forelle Schonzeit Bayern → | 01.10.-28.02. (Seeforelle, Landeswert) | 60 cm (Seeforelle, Landeswert) | siehe Erlaubnisschein |
Besonderheiten am Walchensee
- Flussbarsch: Tiefer, glasklarer Gebirgssee. Bewirtschafter-Sonderregel: In Oktober und November dürfen ausschließlich Hechte und Barsche gefangen werden - das macht den Spätherbst zur ausgewiesenen Barsch-Saison. Saisonbeginn 16. März. Barsch neben Hecht, Seeforelle, Renke, Saibling und Rutte im Bestand.
- Forelle: Deutschlands größter und tiefster Alpensee (16 km², bis 192 m tief). Seeforelle beangelbar per Schlepp- und Spinnfischen (Frühjahr/Herbst hoch, Sommer tief); daneben Renke, Saibling, Hecht. Schonmaß für Forellen 60 cm. Geschleppt wird nur mit Muskelkraft (Motorboote nur für Berufsfischer).
Die Regeln am Walchensee setzt Walchensee-Fischereigenossenschaft. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Walchensee
Welche Fische kann man im Walchensee fangen?
Der Walchensee ist in erster Linie ein Salmonidengewässer: Seeforelle, Renke (Maräne), Saibling und Rutte stehen im tiefen, klaren Wasser. Daneben führt er einen guten Bestand an Hecht und Barsch. Die Seeforelle beangelt man per Schlepp- und Spinnfischen - im Frühjahr und Herbst hoch, im Sommer tief. Der Barsch tritt vor allem im Spätherbst in den Vordergrund, weil dann eine Bewirtschafter-Sonderregel greift.
Was besagt die Oktober/November-Regel am Walchensee?
In den Monaten Oktober und November dürfen am Walchensee ausschließlich Hechte und Barsche entnommen werden - die Salmoniden sind dann tabu. Das macht den Spätherbst zur ausgewiesenen Barsch- und Hechtzeit. Wer in dieser Phase ans Wasser geht, stellt sich gezielt auf die Raubfische ein; die Seeforelle ist ohnehin ab 1. Oktober geschont.
Darf man am Walchensee mit dem Motorboot schleppen?
Nein. Geschleppt wird am Walchensee ausschließlich mit Muskelkraft - also vom Ruder- oder Tretboot. Motorboote sind allein den Berufsfischern vorbehalten. Das ist eine feste Bewirtschafter-Regel und prägt das Schleppfischen auf Seeforelle und Renke: Man arbeitet mit Rudern und Schleppblei, nicht mit dem Elektromotor.