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Stausee · Fränkisches Seenland bei Gunzenhausen (Mittelfranken)

Altmühlsee

Der Altmühlsee ist der flache, warme Bruder im Fränkischen Seenland: ein Ausgleichsbecken für den Main-Donau-Kanal, das sich im Sommer stark aufheizt - ideal für den Wels und einen guten Zanderbestand im trüben Wasser. Was hier beißt und welche Verbandsregeln gelten.

Von der Redaktion Stand: Juli 2026
Der Altmühlsee - flacher Speichersee im Fränkischen Seenland
Typ
Stausee
Lage
Fränkisches Seenland bei Gunzenhausen (Mittelfranken)
Bundesland
Bayern
Raubfischarten
4
Das Wichtigste in Kürze

Der Altmühlsee bei Gunzenhausen ist ein flacher, nährstoffreicher Speichersee an der Altmühl - ein Ausgleichsbecken für den Main-Donau-Kanal, das sich im Sommer stark erwärmt. Das kommt dem wärmeliebenden Wels entgegen, der hier kapitale Größen erreicht (Hochsaison Mai bis September); dazu kommen ein guter Zanderbestand im trüben Flachsee, Hecht und Besatz-Aal. Bewirtschafter ist der Fischereiverband Mittelfranken; es gelten dieselben strengen Regeln wie am Brombachsee: Hecht (Mindestmaß 60 cm) und Zander (50 cm) sind bis 31. Mai geschont, das Limit liegt bei einem Hecht oder Zander pro Tag (10 pro Jahr). Das Nachtangeln von 0 bis 5 Uhr ist verboten, für den Wels gilt Entnahmepflicht, und von 1. Januar bis 31. Mai ist Wels-Bootsangeln nur passiv (Wurm, Clonk, Pose, Wallerholz) erlaubt.

flacher Speichersee
Main-Donau-Ausgleich heizt im Sommer stark auf
kapitale Welse
Warmwasser Hochsaison Mai-September
kein Nachtangeln
0-5 Uhr verboten Verbandsregel

Der flache Warmwassersee im Seenland

Der Altmühlsee bei Gunzenhausen ist der flache Gegenpol zum tiefen Brombachsee: ein nährstoffreicher Speichersee an der Altmühl, angelegt als Ausgleichsbecken für den Main-Donau-Kanal. Weil er so flach ist, heizt er sich im Sommer stark auf - ein warmes, trübes Gewässer, das dem wärmeliebenden Wels und einem guten Zanderbestand entgegenkommt. Bekannt ist der See auch für seine Vogelinsel; für den Angler zählt das warme, produktive Wasser.

Welche Raubfische der Altmühlsee führt

  • Der Wels findet im flachen Warmwasser ideale Bedingungen - kapitale Fische mit Hochsaison Mai bis September.
  • Der Zander hat im trüben Flachsee einen guten Bestand.
  • Der Hecht steht an den Kraut- und Flachzonen.
  • Der Aal stammt als Donau-Gewässer vollständig aus Besatz.

Angeln am Altmühlsee

Bewirtschafter ist der Fischereiverband Mittelfranken; Erlaubnisscheine gibt es nur für Inhaber des staatlichen Fischereischeins. Zwei Regeln sind zentral: kein Nachtangeln von 0 bis 5 Uhr, und beim Wels ist das Bootsangeln bis 31. Mai nur passiv erlaubt. Fürs Spinnfischen auf Hecht und Zander gilt die Frühjahrsschonzeit bis 31. Mai.

Die Regeln vor dem Angeln prüfen

Der Altmühlsee trägt die strengen mittelfränkischen Verbandswerte (Hecht 60 cm, Schonzeit bis 31. Mai). Die gewässerspezifischen Angaben je Art stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Bayern. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.

Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Altmühlsee

Fischart Schonzeit Mindestmaß Fanglimit
Hecht Schonzeit Bayern → 15.02.-31.05. 60 cm 1 Hecht/Zander pro Tag (Jahreslimit 10)
Zander Schonzeit Bayern → 15.02.-31.05. 50 cm 1 Hecht o. Zander/Tag (Jahreslimit 10)
Wels Schonzeit Bayern → keine (Landeswert) kein gesetzliches Entnahmepflicht für Wels (Bewirtschafter-Regel)
Aal Schonzeit Bayern → keine (Donau-Gebiet) 50 cm max. 2 Aale/Tag, 10/Jahr (Verband)

Besonderheiten am Altmühlsee

  • Hecht: Gleiche Verbandsregeln wie der Brombachsee (60 cm, bis 31.05.). Nachtangeln von 0 bis 5 Uhr verboten.
  • Zander: Gleiche Verbandsregeln wie der Brombachsee. Guter Zanderbestand im trüben Flachsee.
  • Wels: Sehr flacher, stark aufheizender Speichersee (Ausgleichsbecken für den Main-Donau-Kanal) - ideale warme Zonen für den wärmeliebenden Wels, kapitale Größen (Hochsaison Mai bis September). Von 01.01.-31.05. Wels-Bootsangeln nur mit Wurm, Clonk, Pose und Wallerholz. Erlaubnisscheine nur an Inhaber des staatlichen Fischereischeins.
  • Aal: Flacher, nährstoffreicher Speichersee an der Altmühl - ebenfalls Aal-Besatzgewässer des Verbands. Da der Aal im Donau-System nicht natürlich vorkommt, stammt jeder Aal aus Besatz; eine gesetzliche Schonzeit gibt es nicht. Es gelten dieselben Verbandslimits (2/Tag, 10/Jahr gewässerübergreifend).
Bewirtschafter

Die Regeln am Altmühlsee setzt Fischereiverband Mittelfranken. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.

Häufige Fragen zum Altmühlsee

Wie ist der Welsbestand am Altmühlsee?

Sehr gut. Als sehr flacher, stark aufheizender Speichersee bietet der Altmühlsee dem wärmeliebenden Wels ideale warme Zonen; kapitale Größen sind belegt, die Hochsaison läuft von Mai bis September. Der Bewirtschafter setzt für den Wels eine Entnahmepflicht. Wichtig: Von 1. Januar bis 31. Mai ist das Wels-Bootsangeln nur passiv erlaubt (Wurm, Clonk, Pose, Wallerholz), und das Nachtangeln von 0 bis 5 Uhr ist untersagt.

Welche Regeln gelten am Altmühlsee für Hecht und Zander?

Dieselben strengen Verbandsregeln wie am Großen Brombachsee: Hecht (Mindestmaß 60 cm) und Zander (50 cm) sind vom 15. Februar bis 31. Mai geschont - länger als der bayerische Landeswert. Das Tageslimit liegt bei einem Hecht oder Zander, das Jahreslimit bei zehn. Der Zander hat im trüben Flachsee einen guten Bestand.

Wer darf am Altmühlsee angeln?

Bewirtschafter ist der Fischereiverband Mittelfranken. Erlaubnisscheine werden nur an Inhaber eines staatlichen Fischereischeins ausgegeben. Der Aal ist ein reines Besatzgewässer - da der See im Donau-System liegt, kommt er nicht natürlich vor; es gelten die Verbandslimits (zwei Aale pro Tag, zehn pro Jahr, gewässerübergreifend).