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See · Fünfseenland (Oberbayern)

Starnberger See

Der Starnberger See - bis 1962 Würmsee - ist ein tiefer, glasklarer Voralpensee und Bayerns zweitgrößter See. Fürs Raubfischangeln zählt vor allem der starke Barschbestand: Das großzügige Tageslimit von 25 Stück verrät, wie viel Schwarmbarsch hier steht. Was der See bietet und wie die Fischereigenossenschaft ihn regelt.

Von der Redaktion Stand: Juli 2026
Der Starnberger See - tiefer klarer Voralpensee im Fünfseenland
Typ
See
Lage
Fünfseenland (Oberbayern)
Bundesland
Bayern
Raubfischarten
3
Das Wichtigste in Kürze

Der Starnberger See (früher Würmsee) ist mit 57 km² Fläche der zweitgrößte See Bayerns und wegen seiner großen Tiefe (bis 127,8 m) der zweitwasserreichste See Deutschlands - ein tiefer, klarer Voralpensee im Fünfseenland. Fürs Raubfischangeln ist er vor allem ein starkes Barschgewässer: Das großzügige Tageslimit von 25 Barschen verweist auf einen kräftigen, schwarmbildenden Bestand, ein gesetzliches Mindestmaß für den Barsch besteht nicht. Der Aal kommt vor, ist im Donausystem aber besatzabhängig und ohne gesetzliche Schonzeit (Mindestmaß 50 cm). Bewirtschafter ist die Fischereigenossenschaft Würmsee; man braucht einen Pflicht-Erlaubnisschein, die Angelsaison läuft vom 1. April bis 1. November.

57 km²
Fläche zweitgrößter See Bayerns
128 m
max. Tiefe zweitwasserreichster See Deutschlands
25 Barsche/Tag
Tageslimit starker Schwarmbestand

Ein tiefer, klarer Voralpensee

Der Starnberger See - bis 1962 amtlich Würmsee - ist mit 57 Quadratkilometern der zweitgrößte See Bayerns und mit bis zu 127,8 Metern einer der tiefsten; wegen dieser Tiefe ist er sogar der zweitwasserreichste See Deutschlands. Er liegt im Fünfseenland südwestlich von München, klar und kühl vor der Alpenkulisse. Fürs Raubfischangeln bedeutet das: viel tiefes Freiwasser, ausgeprägte Halden und Kanten - und ein Bestand, der von der Klarheit und Tiefe des Sees geprägt ist.

Welche Raubfische der See führt

  • Der Barsch ist der Zielfisch Nummer eins: ein kräftiger Schwarmbestand, der an den Halden und Kanten dem Futterfisch folgt. Das Tageslimit von 25 Stück spricht für sich.
  • Der Aal kommt vor, ist im Donausystem aber besatzabhängig und wird nachts am Grund befischt.
  • Als tiefer, kalter Voralpensee beherbergt der Starnberger See daneben Salmoniden wie Renke und Seesaibling - für den Raubfischangler bleibt der Barsch der klare Schwerpunkt.

Angeln am Starnberger See

Die Fischereirechte verwaltet einheitlich die Fischereigenossenschaft Würmsee; man braucht einen Pflicht-Erlaubnisschein. Die Angelsaison läuft vom 1. April bis 1. November. Im tiefen, klaren Wasser ist das Barschangeln ein Suchspiel: Mit kleinen Gummifischen und feinem Spinnfischen tastet man die Halden und Scharkanten ab, an denen die Schwärme stehen.

Die Regeln vor dem Angeln prüfen

Am Starnberger See sind die verbindlichen Werte auf dem Erlaubnisschein der Genossenschaft angegeben; das Barsch-Tageslimit liegt bei 25 Stück, für den Aal gilt im Donausystem keine Schonzeit. Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Bayern. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.

Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Starnberger See

Fischart Schonzeit Mindestmaß Fanglimit
Hecht Schonzeit Bayern → 15.02.-30.04. (Landeswert; Saison ab 01.04.) 50 cm -
Aal Schonzeit Bayern → keine (Donau-Gebiet) 50 cm siehe Erlaubnisschein
Flussbarsch Schonzeit Bayern → keine (Landeswert) kein gesetzliches (auch kein Bewirtschafter-Schonmaß) 25 Barsche/Tag (Erlaubnisschein)

Besonderheiten am Starnberger See

  • Hecht: Pflicht-Erlaubnisschein der Genossenschaft; die genauen Schonzeit-Daten sind verbindlich auf dem Erlaubnisschein angegeben.
  • Aal: Tiefer Voralpensee (Würmsee), dessen Fischereirechte einheitlich von der Fischereigenossenschaft Würmsee verwaltet werden. Angelsaison 01.04.-01.11. Der Aal kommt vor, ist aber wie überall im Donau-System ausschließlich besatzabhängig; eine gesetzliche Schonzeit besteht nicht. Die verbindlichen Aal-Regeln stehen in den jährlichen Bestimmungen auf dem Erlaubnisschein.
  • Flussbarsch: Tiefer, klarer Voralpensee mit ganzjährigem Barschangeln (Saison 1. April bis 1. November). Das großzügige Tageslimit von 25 Stück verweist auf einen starken, schwarmbildenden Bestand. Einzelne Ausgabestellen können strenger sein - Erlaubnisschein prüfen.
Bewirtschafter

Die Regeln am Starnberger See setzt Fischereigenossenschaft Würmsee. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.

Häufige Fragen zum Starnberger See

Wie gut ist das Barschangeln am Starnberger See?

Sehr gut - der Starnberger See ist ein klassisches Großsee-Barschrevier. Schon das großzügige Tageslimit der Fischereigenossenschaft von 25 Barschen deutet auf einen starken, schwarmbildenden Bestand hin. Ein gesetzliches Mindestmaß für den Barsch gibt es hier nicht; einzelne Ausgabestellen können aber strenger sein, deshalb den Erlaubnisschein prüfen. Im tiefen, klaren Wasser sucht man die Schwärme an Halden und Kanten.

Braucht man am Starnberger See einen besonderen Erlaubnisschein?

Ja. Die Fischereirechte am ganzen See werden einheitlich von der Fischereigenossenschaft Würmsee verwaltet; man braucht einen Pflicht-Erlaubnisschein der Genossenschaft. Die genauen, verbindlichen Schonzeit- und Fangdaten stehen auf dem Erlaubnisschein. Die Angelsaison läuft vom 1. April bis 1. November.

Gibt es eine Aal-Schonzeit am Starnberger See?

Nein, im Donausystem - zu dem der Starnberger See gehört - besteht für den Aal keine gesetzliche Schonzeit. Der Aal ist hier ohnehin besatzabhängig; das Mindestmaß liegt bei 50 cm. Die verbindlichen Aal-Regeln stehen in den jährlichen Bestimmungen auf dem Erlaubnisschein.