Wümme (Bremer Strecke)
Die Wümme ist ein junges Welsrevier: Der Waller ist im naturnahen Tieflandfluss angekommen und breitet sich über das Lesum-Wümme-System aus. Was den Fluss mit seinen Kolken und Schilfgürteln ausmacht, warum der SFV Bremen den Wels entnehmen lässt und welche Brutschutz-Sperren gelten.
- Typ
- Fluss / im Unterlauf tidebeeinflusst
- Lage
- Bremen-Borgfeld/Oberneuland, SFV-Strecke Klüverweg bis Kropps Wasseruhr; Quellfluss der Lesum
- Bundesland
- Bremen
- Raubfischarten
- 1
Die Bremer Strecke der Wümme (SFV-Strecke Klüverweg bis Kropps Wasseruhr in Borgfeld/Oberneuland, Quellfluss der Lesum) ist ein naturnaher Tieflandfluss mit Kolken und Schilfgürteln als Wels-Standplätzen; im Unterlauf stromab der Borgfelder Brücke ist ein spürbarer Tidenhub zu bemerken. Der Wels ist hier angekommen und breitet sich über das Lesum-Wümme-System aus (belegt im Weser-Kurier). Bewirtschafter ist der Sportfischer-Verein Bremen; für den Wels gilt kein Mindestmaß, aber eine Entnahmepflicht - gefangene Waller sind zu entnehmen, weil der Verein die Ausbreitung im sensiblen Tieflandsystem begrenzen will. Wichtig sind die Naturschutz-Auflagen: Am rechten Ufer ist die Fischerei nur vom 15. Juli bis 31. März erlaubt; Schilfgürtel und Kolke sind vom 31. März bis 15. Juli für den Brutschutz gesperrt.
Ein junges Welsrevier im Tieflandfluss
Die Wümme bei Bremen-Borgfeld ist ein naturnaher Tieflandfluss mit Kolken und Schilfgürteln - und ein junges Welsrevier. Der Waller ist hier angekommen und breitet sich über das Lesum-Wümme-System aus, wie der Weser-Kurier belegt. Im Unterlauf stromab der Borgfelder Brücke macht sich ein spürbarer Tidenhub bemerkbar; oberhalb ist der Fluss ruhig und strukturreich. Ein Gewässer im Wandel, in dem der Wels zum neuen Charakterfisch wird.
Welche Raubfische der Fluss führt
- Der Wels ist der neue Charakterfisch - an Kolken und Schilfgürteln (Entnahmepflicht).
- Dazu kommen Hecht und Barsch in den ruhigeren Zonen.
- Der Aal gehört zum Bestand des Tieflandflusses.
Angeln an der Wümme
Bewirtschafter ist der Sportfischer-Verein Bremen. Den Wels befischt man im Ansitz mit großem Köderfisch an den Kolken - für den Waller gilt eine Entnahmepflicht (kein Zurücksetzen). Wichtig sind die Brutschutz-Auflagen: Am rechten Ufer nur vom 15. Juli bis 31. März, Schilf und Kolke vom 31. März bis 15. Juli gesperrt.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
An der Wümme sind die Wels-Entnahmepflicht und die Brutschutz-Sperren zentral. Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; den Landesrahmen geben die Schonzeiten in Bremen. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Wümme (Bremer Strecke)
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Wels Schonzeit Bremen → | keine (Landeswert) | kein gesetzliches; SFV-Wels ohne Mindestmaß mit Entnahmepflicht | Entnahmepflicht für Wels; im Übrigen siehe Erlaubnisschein |
Besonderheiten am Wümme (Bremer Strecke)
- Wels: Der Wels ist in der Wümme angekommen und breitet sich über das Lesum-Wümme-System aus (belegt im Weser-Kurier). Revier-Charakter: naturnaher Tieflandfluss mit Kolken und Schilfgürteln als Wels-Standplätzen, im Unterlauf stromab der Borgfelder Brücke mit spürbarem Tidenhub. Naturschutz-Auflagen beachten: Am rechten Ufer ist die Fischerei nur vom 15.7.-31.3. erlaubt, Schilfgürtel und Kolke sind vom 31.3.-15.7. gesperrt (Brutschutz).
Die Regeln am Wümme (Bremer Strecke) setzt Sportfischer-Verein Bremen e.V. (SFV Bremen). Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Wümme (Bremer Strecke)
Warum gilt an der Wümme eine Entnahmepflicht für Wels?
Weil der Wels im naturnahen Tieflandfluss neu angekommen ist und sich über das Lesum-Wümme-System ausbreitet. Der Sportfischer-Verein Bremen will diese Ausbreitung im sensiblen Gewässersystem begrenzen und schreibt deshalb vor, gefangene Waller zu entnehmen - für den Wels gibt es kein Mindestmaß und kein Zurücksetzen. Man befischt ihn im Ansitz an den Kolken und Schilfgürteln, seinen typischen Standplätzen.
Welche Brutschutz-Sperren gelten an der Wümme?
Am rechten Ufer ist die Fischerei nur vom 15. Juli bis 31. März erlaubt; vom 31. März bis 15. Juli sind Schilfgürtel und Kolke für den Brutschutz gesperrt. Diese Naturschutz-Auflagen schützen die Brut- und Rückzugszonen des naturnahen Tieflandflusses. Wer an der Wümme angelt, muss die gesperrten Zeiten und Bereiche kennen und einhalten - sie sind Teil der SFV-Gewässerordnung.
Ist die Wümme tidebeeinflusst?
Im Unterlauf ja: Stromab der Borgfelder Brücke ist ein spürbarer Tidenhub zu bemerken, da die Wümme als Quellfluss der Lesum an das tidebeeinflusste System angebunden ist. Oberhalb ist sie ein ruhiger, naturnaher Tieflandfluss mit Kolken und Schilfgürteln. Diese Mischung aus stehendem und tidegeprägtem Charakter macht das Revier abwechslungsreich - und den Wels an den tiefen Kolken erreichbar.