Mittellandkanal
Der Mittellandkanal ist Deutschlands lange gerade Angelstrecke: rund 160 Kilometer schnurgerade Wasserstraße quer durch Niedersachsen, ein verlässliches Zander- und Aalrevier mit klaren Regeln. Was hier beißt und was das AVN-Verbandsgewässer verlangt.
- Typ
- Fluss
- Lage
- quer durch Niedersachsen
- Bundesland
- Niedersachsen
- Raubfischarten
- 2
Der Mittellandkanal ist mit rund 160 km plus Stichkanälen ein großes Verbandsgewässer des Anglerverbands Niedersachsen (AVN), das quer durch das Land zieht - ein reines Binnengewässer und eine der wichtigsten Zander- und Aalstrecken Niedersachsens. Für den Zander gilt streckenübergreifend ein Entnahmefenster von 45 bis 70 cm (kleinere und größere sind zurückzusetzen) sowie eine Schonzeit vom 1. März bis 31. Mai. Beim Aal setzt der AVN strenger an als das Land: Mindestmaß 50 cm, dazu ein Tageslimit von 5 und ein Jahreslimit von 50 Aalen. Die eine AVN-Karte gilt für den gesamten Kanal - man fischt die Spundwände, die flachen Randbereiche und die Fahrrinnenkanten ab.
Die lange gerade Wasserstraße
Der Mittellandkanal ist eine Welt für sich: rund 160 Kilometer schnurgerade Wasserstraße plus Stichkanäle, die quer durch Niedersachsen von West nach Ost zieht. Auf den ersten Blick monoton - tiefe Fahrrinne, gerade Spundwände, flache Randbereiche -, ist er in Wahrheit ein verlässliches Zander- und Aalrevier. Wer die wenigen Strukturen zu lesen weiß, fängt hier über die ganze Strecke.
Welche Raubfische der Kanal führt
- Der Zander ist der Hauptfisch - er steht an den Fahrrinnenkanten, Spundwänden und Brückenbereichen.
- Der Aal ist die zweite große Zielart und wird nachts am Grund befischt.
- Dazu kommen Barsch und Hecht an den Randstrukturen.
Angeln am Mittellandkanal
Bewirtschafter ist der Anglerverband Niedersachsen (AVN) - und die eine Karte gilt für den gesamten Kanal. Fürs Zanderangeln sucht man mit dem Gummifisch die Kanten der Fahrrinne und die Spundwände ab; den Aal fischt man im nächtlichen Ansitz. Zentral sind das streckenübergreifende Zander-Entnahmefenster und das strenge Aal-Limit.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Am Mittellandkanal gelten das Zander-Entnahmefenster 45-70 cm und die Aal-Limits (5/Tag, 50/Jahr). Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Niedersachsen. Verbindlich ist immer die aktuelle AVN-Gewässerordnung.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Mittellandkanal
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Zander Schonzeit Niedersachsen → | 01.03.-31.05. | Entnahmefenster 45-70 cm | - |
| Aal Schonzeit Niedersachsen → | keine (Landeswert) | 50 cm (Bewirtschafter-Regel) | max. 5 Aale/Tag, max. 50 Aale/Jahr |
Besonderheiten am Mittellandkanal
- Zander: Entnahmefenster Zander 45-70 cm streckenübergreifend (darunter und darüber zurücksetzen).
- Aal: Großes AVN-Verbandsgewässer (rund 160 km plus Stichkanäle). Mindestmaß 50 cm über dem Landeswert; zusätzlich Jahreslimit von 50 Aalen. Reines Binnengewässer.
Die Regeln am Mittellandkanal setzt Anglerverband Niedersachsen (AVN). Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Mittellandkanal
Welches Zander-Entnahmefenster gilt am Mittellandkanal?
Am Mittellandkanal gilt streckenübergreifend ein Entnahmefenster von 45 bis 70 cm: Nur Zander in dieser Spanne dürfen entnommen werden, kleinere und größere sind zurückzusetzen. Das schützt sowohl den Nachwuchs als auch die großen Laichzander. Dazu kommt eine Schonzeit vom 1. März bis 31. Mai. Die Regel gilt einheitlich auf dem gesamten AVN-Abschnitt.
Wie viele Aale darf man am Mittellandkanal entnehmen?
Der AVN setzt beim Aal strenger an als das Land: Das Mindestmaß liegt bei 50 cm, das Tageslimit bei 5 Aalen und zusätzlich gilt ein Jahreslimit von 50 Aalen. Als reines Binnengewässer ist der Kanal nicht vom EU-Aalfangverbot betroffen. Die verbindlichen Werte stehen in der AVN-Gewässerordnung für den Mittellandkanal.
Wo stehen die Fische im Mittellandkanal?
An den Strukturen der ansonsten monotonen Wasserstraße: an den Spundwänden, in den flachen Randbereichen und vor allem an den Kanten der tiefen Fahrrinne. Der Zander steht gern an diesen Kanten und in den Hafen- und Brückenbereichen; den Aal fischt man nachts am Grund. Ein Vorteil des Kanals: Die eine AVN-Karte gilt für die ganze Strecke.