Zwischenahner Meer
Das Zwischenahner Meer ist mehr als ein Flachsee: Über einem eingestürzten Salzstock entstanden, hat es tiefere Zonen und den bekannten 'Barschberg' - und die Chance auf zweistellige Hechte. Was hier beißt und was der Fischereiverein Bad Zwischenahn regelt.
- Typ
- See
- Lage
- Lkr. Ammerland
- Bundesland
- Niedersachsen
- Raubfischarten
- 3
Das Zwischenahner Meer im Ammerland ist mit rund 550 ha ein großer See, der sich von den flachen Norddeutschland-Seen unterscheidet: Über einem eingestürzten Salzstock entstanden, hat er eine Mitteltiefe von 3,3 m und maximal rund 5,5 m - also tiefere Zonen als Steinhuder Meer oder Dümmer. Bekannt ist der 'Barschberg' unterhalb von Meyershausen, wo große Barsche mit Köderfisch oder Spinnrute gefangen werden; dazu gibt es die Chance auf zweistellige Hechte und einen guten Zanderbestand. Bewirtschafter ist der örtliche Fischereiverein Bad Zwischenahn (nicht der AVN). Wichtig: Für Hecht und Zander beginnt die Schonzeit schon am 1. Januar und läuft bis 30. April - während dieser Zeit gilt ein generelles Kunstköderverbot.
Der See über dem Salzstock
Das Zwischenahner Meer im Ammerland ist ein Sonderfall unter den norddeutschen Seen: Mit rund 550 Hektar ist es groß, aber - anders als Steinhuder Meer oder Dümmer - kein reiner Flachsee. Es entstand über einem eingestürzten Salzstock und hat deshalb tiefere Zonen (Mitteltiefe 3,3 m, maximal rund 5,5 m) mit ausgeprägten Unterwasserstrukturen. Genau das macht es für Raubfischangler so interessant - hier gibt es Kanten und Erhebungen, an denen sich die Fische sammeln.
Welche Raubfische der See führt
- Der Barsch steht am bekannten ‘Barschberg’ und wird dort kapital.
- Der Hecht bietet die Chance auf zweistellige Exemplare.
- Der Zander hat einen guten Bestand in den tieferen Zonen.
Angeln am Zwischenahner Meer
Bewirtschafter ist der örtliche Fischereiverein Bad Zwischenahn (nicht der AVN). Den ‘Barschberg’ befischt man mit Köderfisch oder der Spinnrute, den Hecht an den Krautkanten. Wichtig ist die frühe Schonzeit: Vom 1. Januar bis 30. April sind für Hecht und Zander Kunstköder verboten - das Spinnfischen ist erst ab Mai wieder möglich.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Am Zwischenahner Meer sind die frühe Schonzeit (ab 1. Januar) und das Kunstköderverbot zentral. Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Niedersachsen. Verbindlich ist immer die Befischungsordnung des Vereins.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Zwischenahner Meer
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Hecht Schonzeit Niedersachsen → | 01.01.-30.04. | 45 cm | - |
| Zander Schonzeit Niedersachsen → | 01.01.-30.04. | 45 cm | - |
| Flussbarsch Schonzeit Niedersachsen → | keine (Landeswert); Vereins-Befischungsordnung beachten | kein gesetzliches (genauer Vereinswert nur in der Befischungsordnung) | siehe Erlaubnisschein / Befischungsordnung |
Besonderheiten am Zwischenahner Meer
- Hecht: Schonzeit beginnt einen Monat früher als der Landeswert; Kunstköderverbot in der Schonzeit. Chance auf zweistellige Hechte.
- Zander: Schonzeit beginnt schon am 01.01.; während der Schonzeit generelles Kunstköderverbot.
- Flussbarsch: Mit 550 ha großer See, anders als Steinhuder Meer und Dümmer nicht bloß Flachwasser: Mitteltiefe 3,3 m, max. rund 5,5 m - entstanden über einem eingestürzten Salzstock. Bekannter 'Barschberg' unterhalb von Meyershausen; große Barsche werden mit Köderfisch oder Spinnrute gefangen. Bewirtschaftung durch den örtlichen Fischereiverein (nicht AVN).
Die Regeln am Zwischenahner Meer setzt Fischereiverein Bad Zwischenahn. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Zwischenahner Meer
Was ist der 'Barschberg' im Zwischenahner Meer?
Der 'Barschberg' ist eine bekannte Unterwasserstruktur unterhalb von Meyershausen, an der sich große Barsche sammeln. Weil das Zwischenahner Meer über einem eingestürzten Salzstock entstanden ist, hat es solche tieferen Zonen und Erhebungen - anders als die reinen Flachseen der Region. Große Barsche werden dort mit Köderfisch oder der Spinnrute gefangen.
Wann darf man am Zwischenahner Meer auf Raubfisch angeln?
Für Hecht und Zander beginnt die Schonzeit schon am 1. Januar und läuft bis 30. April - einen Monat früher als der niedersächsische Landeswert. Während dieser Zeit gilt ein generelles Kunstköderverbot, das gezielte Spinnfischen fällt also aus. Ab Mai ist das Raubfischangeln wieder möglich. Bewirtschafter ist der Fischereiverein Bad Zwischenahn.
Kann man am Zwischenahner Meer große Hechte fangen?
Ja, das Meer bietet die Chance auf zweistellige Hechte - also Fische über zehn Pfund. Der nahrungsreiche See mit seinen tieferen Zonen und Krautfeldern bietet dafür gute Bedingungen. Für den Hecht gilt eine Schonzeit vom 1. Januar bis 30. April und ein Mindestmaß von 45 cm; die genauen Werte stehen in der Befischungsordnung des Vereins.