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See · Region Hannover (Lkr. Nienburg/Schaumburg)

Steinhuder Meer

Das Steinhuder Meer ist Niedersachsens größter See - und mit im Schnitt nur 1,4 Metern Tiefe ein riesiges, warmes Flachwasser-Räuberrevier für Hecht, Zander und Barsch. Wo viel Fisch steht, hegt der AVN streng: Entnahmefenster, Höchstmaße und eigene Schonzeiten. Was das für Angler heißt.

Von der Redaktion Stand: Juli 2026
Das Steinhuder Meer - großer flacher See westlich von Hannover
Typ
See
Lage
Region Hannover (Lkr. Nienburg/Schaumburg)
Bundesland
Niedersachsen
Raubfischarten
4
Das Wichtigste in Kürze

Das Steinhuder Meer westlich von Hannover ist mit rund 29 km² der größte See Niedersachsens - aber extrem flach (mittlere Tiefe nur etwa 1,4 m) und nährstoffreich, ein klassisches Flachwasser-Großräuberrevier für Hecht, Zander, Aal und Barsch. Bewirtschafter ist der Anglerverband Niedersachsen (AVN), der deutlich strenger regelt als das Land: Der Zander hat ein Entnahmefenster von 50 bis 75 cm bei nur einem Fisch pro Tag (5 pro Jahr), und Spinnfischen vom Boot ist erst ab dem 16. Mai erlaubt; der Hecht hat 50 cm Mindestmaß und ein gestaffeltes Limit; beim Barsch gilt ein umgekehrtes Höchstmaß - Fische über 40 cm müssen zurück; der Aal hat eine eigene Schonzeit (15. Oktober bis 28. Februar) und 50 cm Mindestmaß. Bootsangeln nur vom 1. April bis 31. Oktober.

≈ 29 km²
Fläche größter See Niedersachsens
Ø 1,4 m
sehr flach Großräuber-Flachsee
Zander 50-75 cm
Entnahmefenster 1/Tag - strenges Regime

Niedersachsens größter See - und einer der flachsten

Das Steinhuder Meer westlich von Hannover ist mit rund 29 Quadratkilometern der größte See Niedersachsens - und zugleich extrem flach: Seine mittlere Tiefe liegt bei nur etwa 1,4 Metern. Dieses riesige, nährstoffreiche und im Sommer warme Flachwasser ist ein klassisches Großräuberrevier: viel Kraut, viel Weißfisch und dadurch starke Bestände an Hecht, Zander und Barsch. Wo so viel Fisch steht, hegt der Bewirtschafter konsequent.

Welche Raubfische das Steinhuder Meer führt

  • Der Hecht ist im flachen, krautigen Wasser der Charakterfisch.
  • Der Zander unterliegt dem strengsten Entnahmeregime des Sees.
  • Der Barsch ist stark vertreten - kapitale Fische über 40 cm müssen zurück.
  • Der Aal hat eine eigene, strenge Schonzeit.

Angeln am Steinhuder Meer

Bewirtschafter ist der Anglerverband Niedersachsen (AVN), der spürbar strenger regelt als das Land. Wer hier angelt, muss die Sonderregeln kennen: Zander-Entnahmefenster 50-75 cm, Barsch-Höchstmaß 40 cm, eigene Aal-Schonzeit, Bootsangeln nur 1. April bis 31. Oktober und Spinnfischen vom Boot erst ab 16. Mai. Vom Ufer und an den Krautkanten ist der Hecht das ganze Sommerhalbjahr ein lohnendes Ziel.

Die Regeln vor dem Angeln prüfen

Kaum ein See hat so viele Sonderregeln - Entnahmefenster, Höchstmaße, Bootszeiten. Die gewässerspezifischen Angaben je Art stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Niedersachsen. Verbindlich ist immer die aktuelle Fischereiordnung des AVN.

Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Steinhuder Meer

Fischart Schonzeit Mindestmaß Fanglimit
Hecht Schonzeit Niedersachsen → 01.02.-15.04. (Landeswert) 50 cm Hecht+Zander 2/Tag (4/Woche, 10/Jahr)
Zander Schonzeit Niedersachsen → 01.03.-31.05. Entnahmefenster 50-75 cm 1/Tag, 5/Jahr
Aal Schonzeit Niedersachsen → 15.10.-28.02. (Bewirtschafter, strenger als Landeswert) 50 cm (Bewirtschafter-Regel, über Landeswert 35 cm) max. 5 Aale/Tag
Flussbarsch Schonzeit Niedersachsen → keine (Landeswert) kein gesetzliches; AVN-Höchstmaß: Barsch nur bis 40 cm entnehmen 15 Fische/Tag (AVN)

Besonderheiten am Steinhuder Meer

  • Hecht: Größter See Niedersachsens; Mindestmaß 50 cm und gestaffeltes Limit strenger als der Landeswert (40 cm).
  • Zander: Strengstes Entnahmeregime: Fenster 50-75 cm + harte Stückzahlbegrenzung; Spinnfischen vom Boot erst ab 16.05.
  • Aal: Größter Natursee Niedersachsens (rund 29 km²), sehr flach (etwa 1,4 m), nährstoffreich. Der AVN regelt strenger als das Land: eigene Aal-Schonzeit 15.10.-28.02. und Mindestmaß 50 cm. Bootsangeln nur 01.04.-31.10.
  • Flussbarsch: Mit 29 km² Niedersachsens größter See, aber extrem flach (Mitteltiefe 1,4 m) - ein klassisches Flachwasser-Großräuberrevier für Barsch, Hecht und Zander. Statt Mindestmaß gilt ein umgekehrtes Höchstmaß: Barsche über 40 cm müssen zurück, um kapitale Laichfische zu erhalten. Bootsangeln nur 01.04.-31.10.
Bewirtschafter

Die Regeln am Steinhuder Meer setzt Anglerverband Niedersachsen (AVN). Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.

Häufige Fragen zum Steinhuder Meer

Welche Regeln gelten am Steinhuder Meer für den Zander?

Der Zander hat das strengste Regime am See: ein Entnahmefenster von 50 bis 75 cm (kleinere und größere zurück) bei einem Fisch pro Tag und maximal fünf pro Jahr. Zusätzlich ist das Spinnfischen vom Boot erst ab dem 16. Mai erlaubt, und die Zander-Schonzeit läuft vom 1. März bis 31. Mai. Der AVN schützt den Bestand damit deutlich strenger als das Landesrecht.

Warum darf man große Barsche am Steinhuder Meer nicht entnehmen?

Statt eines Mindestmaßes gilt für den Barsch ein umgekehrtes Höchstmaß: Barsche über 40 cm müssen zurückgesetzt werden, um die kapitalen Laichfische zu erhalten. Pro Tag dürfen bis zu 15 Barsche entnommen werden. Das ist eine bewusste Hegemaßnahme des AVN für den flachen, produktiven See.

Wann darf man am Steinhuder Meer vom Boot angeln?

Bootsangeln ist nur vom 1. April bis 31. Oktober erlaubt, und das Spinnfischen vom Boot beginnt sogar erst am 16. Mai. Im flachen, weiten See ist das Boot sonst der Schlüssel zu den Räubern. Der Aal hat außerdem eine eigene, strengere Schonzeit vom 15. Oktober bis 28. Februar.