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Stausee · Pouch / Muldenstein, Anhalt-Bitterfeld

Muldestausee

Der Muldestausee bei Pouch ist eines der Raubfisch-Eldorados Sachsen-Anhalts: starker Barsch-, Zander- und Hechtbestand, Welse bis 158 cm und ein großes Aalgewässer. Was hier beißt und was die strengen Frühjahrsregeln verlangen.

Von der Redaktion Stand: Juli 2026
Der Muldestausee bei Pouch
Typ
Stausee
Lage
Pouch / Muldenstein, Anhalt-Bitterfeld
Bundesland
Sachsen-Anhalt
Raubfischarten
3
Das Wichtigste in Kürze

Der Muldestausee bei Pouch/Muldenstein ist ein rund 605 ha großer, bis zu 35 m tiefer Stausee an der Mulde - eines der Raubfisch-Eldorados Sachsen-Anhalts mit belegtem starkem Barsch-, Zander- und Hechtbestand und einem dokumentierten Wels von 158 cm. Als großes Aalgewässer ist er über die Mulde ans Elbe-System angebunden. Bewirtschafter ist der Anglerverein Bitterfeld im LAV Sachsen-Anhalt. Wichtige Sonderregeln: Vom 15. Februar bis 31. Mai gilt zum Zanderlaichschutz ein Raubköderverbot und ein Bootsverbot auf dem gesamten See (das betrifft auch das Barschangeln mit Kunstködern); im Einlaufbereich herrschen Kunstköder- und Wasserfahrzeugverbot, oberhalb der B-100-Brücke in Pouch beidseitig Angelverbot vom 15. Februar bis 31. Mai. Bootsangeln ist nur mit E-Motor erlaubt, Nachtangeln vom Boot seit 2024 nicht mehr. Der Wels ist vom 15. Februar bis 30. Juni geschont (Mindestmaß 70 cm).

~605 ha, bis 35 m
Raubfisch-Eldorado Wels bis 158 cm
Raubköderverbot
15.02.-31.05. + Bootsverbot (Zanderlaichschutz)
Elbe-Anbindung
großes Aalgewässer über die Mulde

Ein Raubfisch-Eldorado an der Mulde

Der Muldestausee bei Pouch ist eines der besten Raubfischgewässer Sachsen-Anhalts: rund 605 Hektar groß, bis zu 35 Meter tief, an der Mulde gelegen und über sie ans Elbe-System angebunden. Der große Stausee mit seinen weiten Uferbereichen und tiefen Zonen beherbergt einen starken Barsch-, Zander- und Hechtbestand - und Welse, die kapital werden: Ein Fisch von 158 cm ist dokumentiert. Kein Wunder, dass das Gewässer als Eldorado gilt.

Welche Raubfische der See führt

  • Der Barsch ist Teil des starken Raubfischbestands.
  • Der Zander wird im Frühjahr durch strenge Regeln geschützt.
  • Der Wels wird kapital - ein Fisch von 158 cm ist belegt.
  • Der Aal profitiert von der Elbe-Anbindung über die Mulde.

Angeln am Muldestausee

Bewirtschafter ist der Anglerverein Bitterfeld im LAV Sachsen-Anhalt. Zentral sind die Frühjahrsregeln: vom 15. Februar bis 31. Mai Raubköder- und Bootsverbot auf dem ganzen See, dazu die Einlauf-Sperre. Bootsangeln ist nur mit E-Motor erlaubt. Den Wels befischt man im Ansitz an den Uferbereichen - erst nach der Schonzeit ab Juli.

Die Regeln vor dem Angeln prüfen

Am Muldestausee sind das Frühjahrs-Raubköderverbot und die Wels-Schonzeit zentral. Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Sachsen-Anhalt. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.

Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Muldestausee

Fischart Schonzeit Mindestmaß Fanglimit
Wels Schonzeit Sachsen-Anhalt → 15.02.-30.06. (Landeswert) 70 cm (Landeswert) siehe Erlaubnisschein
Aal Schonzeit Sachsen-Anhalt → keine (Landeswert) 50 cm siehe Erlaubnisschein
Flussbarsch Schonzeit Sachsen-Anhalt → keine gesetzliche Barsch-Schonzeit (Landeswert); ABER Sonderregel 15.02.-31.05.: Raubköderverbot auf dem gesamten See (Zanderlaichschutz) betrifft auch das Barschangeln mit Kunstködern kein gesetzliches; Bewirtschafter-Regel siehe Erlaubnisschein siehe Erlaubnisschein

Besonderheiten am Muldestausee

  • Wels: Rund 600 ha großer, bis 35 m tiefer See - eines der Raubfisch-Eldorados des Landes, mit einem dokumentierten Wels von 158 cm. Für Waller lohnt der ausgedehnte Uferbereich mit großem Köderfisch oder Tauwurmbündel. Da der See über 10 ha groß ist, dürfen maßige Welse (ab 70 cm) entnommen werden - anders als in kleinen Stillgewässern unter 10 ha, wo der LAV das schonende Zurücksetzen vorschreibt. Schonzeit 15.02.-30.06. beachten.
  • Aal: Großes Aal-Gewässer (rund 605 ha) im LAV-Verzeichnis. Sonderregel: Kunstköder- und Wasserfahrzeugverbot im Einlaufbereich; oberhalb der B-100-Brücke in Pouch beidseitig Angelverbot vom 15.02. bis 31.05. Über die Mulde an das Elbe-System angebunden.
  • Flussbarsch: 605 ha Stausee an der Mulde mit belegtem starkem Barsch-, Zander- und Hechtbestand ('B' im Artenkürzel des Vereins). Wichtige Sonderregel: 15.02.-31.05. Raubköderverbot und Bootsverbot auf dem gesamten See, generelles Angelverbot im Einlaufbereich; Bootsangeln nur mit E-Motor, seit 29.05.2024 kein Nachtangeln vom Boot.
Bewirtschafter

Die Regeln am Muldestausee setzt Anglerverein Bitterfeld e.V. im LAV Sachsen-Anhalt. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.

Häufige Fragen zum Muldestausee

Wie gut ist der Muldestausee als Raubfischgewässer?

Sehr gut - er zählt zu den Raubfisch-Eldorados Sachsen-Anhalts. Belegt sind ein starker Barsch-, Zander- und Hechtbestand sowie ein Wels von 158 cm. Der große, bis 35 m tiefe Stausee mit seinen ausgedehnten Uferbereichen bietet allen Raubfischen viel Raum. Für den Waller lohnt der Uferbereich mit großem Köderfisch oder Tauwurmbündel - außerhalb der Schonzeit vom 15. Februar bis 30. Juni.

Welche Frühjahrsregeln gelten am Muldestausee?

Strenge: Vom 15. Februar bis 31. Mai gelten zum Schutz der Zanderlaichzeit ein Raubköderverbot und ein Bootsverbot auf dem gesamten See - das betrifft auch das Barschangeln mit Kunstködern. Im Einlaufbereich herrschen dauerhaft Kunstköder- und Wasserfahrzeugverbot, oberhalb der B-100-Brücke in Pouch gilt beidseitig Angelverbot vom 15. Februar bis 31. Mai. Bootsangeln ist nur mit E-Motor erlaubt, Nachtangeln vom Boot seit 2024 nicht mehr.

Darf man am Muldestausee Welse entnehmen?

Ja, maßige Welse ab 70 cm dürfen entnommen werden. Weil der See über 10 ha groß ist, gilt hier nicht die LAV-Vorgabe zum schonenden Zurücksetzen, die für kleine Stillgewässer unter 10 ha vorgeschrieben ist. Zu beachten ist die Wels-Schonzeit vom 15. Februar bis 30. Juni. Für den Waller lohnt der ausgedehnte Uferbereich mit großem Köderfisch.