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Fluss · Halle (Saale), B 91 bis Brachwitz

Saale bei Halle

Die Saale bei Halle ist ein Stadtfluss voller Struktur: Wehre, Altarme, Häfen und Dutzende Brücken schaffen auf 23 Kilometern unzählige Standplätze für Barsch, Zander und Wels. Der Aal ist hier sogar Hauptfischart. Was hier beißt und was die LAV-Karte erlaubt.

Von der Redaktion Stand: Juli 2026
Die Saale bei Halle mit Wehren, Altarmen und Brücken
Typ
Fluss
Lage
Halle (Saale), B 91 bis Brachwitz
Bundesland
Sachsen-Anhalt
Raubfischarten
3
Das Wichtigste in Kürze

Die Saale bei Halle ist ein sehr strukturreicher Flussabschnitt von rund 23 km (im Mittel etwa 3,5 m tief, sandiger Grund) mit Altarmen, Wehren, zahlreichen Brücken und Häfen - viel Struktur, an der Raubfisch steht. Im LAV-Gewässerverzeichnis ist die 152 ha große Strecke zwischen Halle und Brachwitz mit dem Aal als Hauptfischart ausgewiesen; die Saale mündet bei Barby in die Elbe und ist damit an das Elbe-/Nordsee-System angebunden. Auch der Wels ist fester Bestandteil des Raubfischbestands - die Wehr- und Schleusenbereiche mit ihren Strömungskanten sind die klassischen Waller-Standplätze; in der Schonzeit vom 15. Februar bis 30. Juni ist er aber tabu. Dazu kommen Barsch, Zander, Rapfen und Barbe. Bewirtschafter ist der LAV Sachsen-Anhalt; zahlende LAV-Mitglieder dürfen ohne Zusatzkarte angeln. NSG-Einschränkungen auf der Strecke beachten.

~23 km
Stadtfluss Wehre, Altarme, Häfen, Brücken
Aal = Hauptfischart
LAV-Verzeichnis Anbindung an die Elbe
Wels 15.02.-30.06.
Schonzeit an den Wehrbereichen

Der strukturreiche Stadtfluss

Die Saale bei Halle ist ein Paradebeispiel für einen strukturreichen Stadtfluss: Auf rund 23 Kilometern zwischen Halle und Brachwitz reihen sich Wehre, Altarme, Häfen und zahllose Brücken aneinander, der Grund ist sandig, die mittlere Tiefe liegt bei etwa 3,5 Metern. Jede dieser Strukturen bricht die Strömung und schafft einen Standplatz - die Saale ist ein Fluss, den man an seinen Kanten liest. Über ihre Mündung bei Barby ist sie an die Elbe und damit ans Nordsee-System angebunden.

Welche Raubfische die Saale führt

  • Der Aal ist die ausgewiesene Hauptfischart - er nutzt die Elbe-Anbindung als Wanderweg.
  • Der Wels steht an den Wehr- und Schleusenbereichen mit ihren Strömungskanten.
  • Der Barsch findet an Altarmen, Häfen und Brückenpfeilern viel Struktur.
  • Dazu kommen Zander, Rapfen und die Barbe.

Angeln an der Saale

Bewirtschafter ist der LAV Sachsen-Anhalt; zahlende Mitglieder dürfen ohne Zusatzkarte angeln. Den Wels und Barsch befischt man an den Wehren, Häfen und Altarmen - beim Vertikalangeln und Jiggen an den Kanten, beim Wels im Ansitz an den Strömungskanten der Wehre. Wichtig sind die Naturschutzgebiets-Auflagen auf Teilen der Strecke.

Die Regeln vor dem Angeln prüfen

An der Saale ist der Wels vom 15. Februar bis 30. Juni geschont; NSG-Auflagen sind zu beachten. Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Sachsen-Anhalt. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisschein.

Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Saale bei Halle

Fischart Schonzeit Mindestmaß Fanglimit
Wels Schonzeit Sachsen-Anhalt → 15.02.-30.06. (Landeswert) 70 cm (Landeswert) siehe Erlaubnisschein
Aal Schonzeit Sachsen-Anhalt → keine (Landeswert) 50 cm siehe Erlaubnisschein
Flussbarsch Schonzeit Sachsen-Anhalt → keine (Landeswert) kein gesetzliches; Bewirtschafter-Regel siehe Erlaubnisschein siehe Erlaubnisschein

Besonderheiten am Saale bei Halle

  • Wels: Stark strukturierter Stadtfluss-Abschnitt mit Wehren, Altarmen, Häfen und vielen Brücken - Wels ist hier fester Bestandteil des Raubfischbestands. Die Wehr- und Schleusenbereiche mit ihren Strömungskanten sind die klassischen Waller-Standplätze. Zahlende LAV-Mitglieder dürfen ohne Zusatzkarte angeln. Während der Schonzeit 15.02.-30.06. ist der Wels tabu; der Fokus liegt dann auf anderen Arten.
  • Aal: Aal als Hauptfischart laut LAV-Verzeichnis auf der 152 ha großen Strecke zwischen Halle und Brachwitz. Die Saale mündet bei Barby in die Elbe und ist damit an das Elbe-/Nordsee-System angebunden. NSG-Einschränkungen auf der Strecke beachten.
  • Flussbarsch: Sehr strukturreicher Flussabschnitt (ca. 23 km, Ø 3,5 m, sandiger Grund) mit Altarmen, Wehren, zahlreichen Brücken und Häfen - viel Struktur, an der Barsch steht. Barsch belegt neben Zander, Rapfen und Barbe. LAV-zahlende Mitglieder ohne Zusatzkarte.
Bewirtschafter

Die Regeln am Saale bei Halle setzt LAV Sachsen-Anhalt (Stadt Halle). Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.

Häufige Fragen zum Saale bei Halle

Was macht die Saale bei Halle als Angelgewässer aus?

Ihre enorme Struktur. Auf rund 23 Kilometern reihen sich Wehre, Altarme, Häfen und zahlreiche Brücken aneinander - jede dieser Strukturen ist ein potenzieller Standplatz für Raubfisch. Der sandige, im Mittel etwa 3,5 m tiefe Fluss bietet damit Barsch, Zander, Wels und Rapfen viel Abwechslung. Besonders die Wehr- und Schleusenbereiche mit ihren Strömungskanten sind Hotspots.

Ist die Saale bei Halle ein gutes Wels-Gewässer?

Ja, der Wels ist fester Bestandteil des Raubfischbestands. Seine klassischen Standplätze sind die Wehr- und Schleusenbereiche mit ihren Strömungskanten, dazu die tiefen Altarme und Häfen. In der Schonzeit vom 15. Februar bis 30. Juni ist der Wels allerdings tabu - dann liegt der Fokus auf anderen Arten. Für ihn gilt der Landeswert (Mindestmaß 70 cm).

Braucht man für die Saale bei Halle eine Extra-Karte?

Zahlende Mitglieder des LAV Sachsen-Anhalt dürfen die Strecke ohne Zusatzkarte beangeln - sie ist im LAV-Gewässerverzeichnis geführt. Zu beachten sind aber die Naturschutzgebiets-Einschränkungen auf Teilen der Strecke. Der Aal ist als Hauptfischart ausgewiesen (Mindestmaß 50 cm); die verbindlichen Bestimmungen stehen im Verzeichnis und auf dem Erlaubnisschein.