raubfischmagazin
Talsperre · Kreis Soest, Sauerland

Möhnesee

Der Möhnesee ist eine der großen Sauerland-Talsperren: rund zehn Kilometer lang, mit weiten Flachwasserzonen und einem kräftigen Barschbestand, dazu Hecht, Zander und der wärmeliebende Wels. Was der Ruhrverband hier regelt und wo die Fische stehen.

Von der Redaktion Stand: Juli 2026
Der Möhnesee - große Sauerland-Talsperre im Kreis Soest
Typ
Talsperre
Lage
Kreis Soest, Sauerland
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Raubfischarten
4
Das Wichtigste in Kürze

Der Möhnesee im Kreis Soest ist eine große, rund 10 km lange Sauerland-Talsperre des Ruhrverbands mit ausgedehnten Flachwasserzonen und Uferstrukturen - und dadurch einem starken Barschbestand neben Hecht, Zander und Wels. Zum Angeln braucht man einen Fischereierlaubnisvertrag des Ruhrverbands; erlaubt sind zwei Ruten, das Nachtangeln vom Ufer ist vom 1. Juni bis 31. Oktober gestattet. Es gilt ein gemeinsames Tageslimit von zwei Edelfischen (Hecht, Forelle, Zander sowie Barsche über 35 cm); kleinere Barsche sind davon frei. Für den Wels bestehen weder Schonzeit noch Mindestmaß.

~10 km lang
Sauerland-Talsperre Ruhrverband, Kreis Soest
starker Barsch
Flachwasserzonen + Hecht, Zander, Wels
2 Edelfische/Tag
gemeinsames Limit Barsch >35 cm zählt mit

Die große Talsperre im Kreis Soest

Der Möhnesee ist eine der bekanntesten Sauerland-Talsperren: eine rund 10 Kilometer lange Stauanlage des Ruhrverbands im Kreis Soest, am Nordrand des Sauerlands. Anders als die tiefen, klaren Talsperren weiter südlich hat der Möhnesee ausgedehnte Flachwasserzonen und viele Uferstrukturen - beste Voraussetzungen für einen starken Barsch- und Hechtbestand. Der Ruhrverband hegt ihn professionell und züchtet Besatzfische selbst.

Welche Raubfische der Möhnesee führt

  • Der Barsch ist in den Flachwasserzonen stark vertreten - kapitale Fische über 35 cm fallen unters Kontingent.
  • Der Hecht steht an den Krautkanten und Uferstrukturen.
  • Der Zander nutzt die tieferen Bereiche.
  • Der Wels breitet sich als wärmeliebende Art aus.

Angeln am Möhnesee

Zum Angeln braucht man einen Erlaubnisvertrag des Ruhrverbands (Tageskarte 10 Euro online), erlaubt sind zwei Ruten. Nachtangeln vom Ufer ist vom 1. Juni bis 31. Oktober möglich - dann lohnt auch der Wels. Beim Spinnfischen auf Barsch und Hecht sind die Flachwasserzonen und Uferkanten die ersten Adressen.

Die Regeln vor dem Angeln prüfen

Am Möhnesee gilt das Ruhrverband-Regime mit dem gemeinsamen 2-Edelfisch-Tageslimit. Die gewässerspezifischen Angaben je Art stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Nordrhein-Westfalen. Verbindlich ist immer der aktuelle Erlaubnisvertrag.

Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Möhnesee

Fischart Schonzeit Mindestmaß Fanglimit
Hecht Schonzeit Nordrhein-Westfalen → 15.02.-30.04. (Landeswert) 45 cm 2 Edelfische/Tag (Hecht/Forelle/Zander/Barsch)
Zander Schonzeit Nordrhein-Westfalen → 01.04.-31.05. (Landeswert) 40 cm 2 Edelfische/Tag (Hecht/Forelle/Zander/Barsch)
Wels Schonzeit Nordrhein-Westfalen → keine (Landeswert) kein gesetzliches siehe Erlaubnisvertrag (Tageslimit betrifft nicht den Wels)
Flussbarsch Schonzeit Nordrhein-Westfalen → keine (Landeswert) kein gesetzliches Barsche über 35 cm zählen ins 2-Fisch-Raubfisch-Tageslimit; kleinere ohne Limit

Besonderheiten am Möhnesee

  • Hecht: Größte Ruhrverband-Talsperre; das gemeinsame Tageslimit geht über den Landeswert hinaus.
  • Zander: Zander vorhanden; gemeinsames Tageslimit von 2 Edelfischen.
  • Wels: Große Sauerland-Talsperre mit professioneller Hege und eigener Besatzfischzucht; der Wels ist als wärmeliebende Art im Bestand und in der Artenliste ohne Mindestmaß-/Schonzeit-Eintrag geführt. Erlaubt sind 2 Ruten, Nachtangeln vom Ufer 01.06.-31.10.; Erlaubnisvertrag des Ruhrverbands nötig.
  • Flussbarsch: Große Sauerland-Talsperre (rund 10 km lang) mit ausgedehnten Flachwasserzonen und Uferstrukturen - starker Barschbestand. Ruhrverband-Sonderregel: Barsch hat kein Mindestmaß, aber kapitale Exemplare über 35 cm fallen unter das strenge 2-Fische-Raubfisch-Tageskontingent. Tageskarte 10 Euro online.
Bewirtschafter

Die Regeln am Möhnesee setzt Ruhrverband. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.

Häufige Fragen zum Möhnesee

Was kostet und wie bekommt man eine Angelkarte am Möhnesee?

Man braucht einen Fischereierlaubnisvertrag des Ruhrverbands; die Tageskarte gibt es für 10 Euro online. Erlaubt sind zwei Ruten. Das Nachtangeln vom Ufer ist vom 1. Juni bis 31. Oktober gestattet. Der Ruhrverband hegt die Talsperre professionell und betreibt eine eigene Besatzfischzucht.

Wie funktioniert das Tageslimit am Möhnesee?

Es gilt ein gemeinsames Kontingent von zwei Edelfischen pro Tag - dazu zählen Hecht, Forelle, Zander und Barsche über 35 cm. Kleinere Barsche fallen nicht unter das Limit. Der Wels ist von diesem Tageslimit ausgenommen; für ihn gelten weder Schonzeit noch Mindestmaß, maßgeblich ist der Erlaubnisvertrag.

Wie ist der Barschbestand am Möhnesee?

Stark. Die ausgedehnten Flachwasserzonen und Uferstrukturen der Talsperre bieten dem Barsch ideale Bedingungen. Eine Ruhrverband-Sonderregel schützt die kapitalen Fische: Barsche über 35 cm zählen ins strenge 2-Fisch-Raubfisch-Kontingent, darunter darf man ohne diese Begrenzung entnehmen.