Rursee
Der Rursee ist die größte Talsperre Nordrhein-Westfalens - eine weite Eifel-Talsperre im Nationalpark mit bewaldeten Ufern und starken Wasserstandsschwankungen. Ein Besatzgewässer mit gutem Barschbestand. Was hier beißt und was die ab 2026 gültigen Angelbedingungen regeln.
- Typ
- Talsperre
- Lage
- Eifel / Nationalpark Eifel (Kreis Düren / StädteRegion Aachen)
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Raubfischarten
- 2
Der Rursee (Rurtalsperre) im Nationalpark Eifel ist mit rund 7,83 km² Fläche und einem Stauraum von 203 Mio. m³ (mit den Vorsperren Obersee und Eiserbach) die größte Talsperre Nordrhein-Westfalens und volumenmäßig eine der größten Deutschlands. Es ist ein Besatzgewässer mit starken Wasserstandsschwankungen und gutem Barschbestand; daneben stehen Hecht und Zander im Bestand. Bewirtschafter ist die Fischerei-Pächtergemeinschaft Rursee e.V. Wichtig sind die Sonderregeln: Das Hecht-Mindestmaß liegt bei 55 cm (strenger als der Landeswert), Hecht und Zander zusammen sind auf 2 Fische pro Tag begrenzt, und das Raubfischangeln in der Schonzeit (15.02.-30.04.) ist komplett verboten - dann ist ein Stahl- oder Fluorocarbonvorfach Pflicht. In den ab 1. Januar 2026 gültigen Angelbedingungen ist der Flussbarsch ausdrücklich ohne Mindestmaß und ohne Schonzeit gelistet; es gilt aber ein Gesamt-Tageslimit von 20 Fischen, und Live-Echolot ist verboten.
NRWs größte Talsperre
Der Rursee - die Rurtalsperre - ist die größte Talsperre Nordrhein-Westfalens: rund 7,83 Quadratkilometer Wasserfläche und, mit den Vorsperren Obersee und Eiserbach, ein Stauraum von über 203 Millionen Kubikmetern. Damit gehört er volumenmäßig zu den größten Stauseen Deutschlands. Eingebettet in den Nationalpark Eifel, prägen bewaldete Steilufer und deutliche Wasserstandsschwankungen das Gewässer. Diese Weite und die wechselnden Pegel machen den Rursee zu einem anspruchsvollen, aber lohnenden Raubfischrevier.
Welche Raubfische der See führt
- Der Barsch profitiert vom guten Bestand - in den Angelbedingungen ohne Mindestmaß und Schonzeit gelistet.
- Der Zander steht mit dem Hecht unter dem gemeinsamen 2-Fisch-Tageslimit.
- Der Hecht unterliegt dem strengeren Mindestmaß von 55 cm.
- In der Schonzeit (15.02.-30.04.) ist das gezielte Raubfischangeln komplett gesperrt.
Angeln am Rursee
Bewirtschafter ist die Fischerei-Pächtergemeinschaft Rursee e.V. Den Barsch sucht man an den tiefen Kanten und Steilufern mit dem Gummifisch und kleinen Ködern. Zu beachten sind die Sonderregeln der ab 2026 gültigen Angelbedingungen: das Gesamt-Tageslimit von 20 Fischen, das Verbot von Live-Echolot und die Stahlvorfach-Pflicht beim Raubfischangeln. In der Schonzeit ruht das Raubfischangeln vollständig.
Die Regeln vor dem Angeln prüfen
Am Rursee sind das Hecht-Mindestmaß (55 cm), das 20-Fisch-Tageslimit und das Echolot-Verbot zentral. Die gewässerspezifischen Angaben stehen in der Tabelle unten; den Landesrahmen geben die Schonzeiten in Nordrhein-Westfalen. Verbindlich sind immer die aktuellen Angelbedingungen des Bewirtschafters.
Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Rursee
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Fanglimit |
|---|---|---|---|
| Hecht Schonzeit Nordrhein-Westfalen → | 15.02.-30.04. | 55 cm | Hecht/Zander zusammen 2/Tag |
| Flussbarsch Schonzeit Nordrhein-Westfalen → | keine (Landeswert; Vereinsliste: Barsch 'ohne') | kein gesetzliches (Vereinsliste: Barsch '-') | kein Barsch-Limit; Gesamt-Tageslimit 20 Fische |
Besonderheiten am Rursee
- Hecht: Mindestmaß 55 cm - strenger als der Landeswert. Raubfischangeln in der Schonzeit komplett verboten, Stahl-/Fluorocarbonvorfach Pflicht.
- Flussbarsch: Große Eifel-Talsperre mit starken Wasserstandsschwankungen - Besatzgewässer mit gutem Barschbestand. In den ab 01.01.2026 gültigen Angelbedingungen ist Flussbarsch ausdrücklich ohne Mindestmaß und ohne Schonzeit gelistet; das Gesamt-Tageslimit von 20 Fischen gilt, Barsch hat kein eigenes Kontingent. Live-Echolot ist verboten.
Die Regeln am Rursee setzt Fischerei-Pächtergemeinschaft Rursee e.V.. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.
Häufige Fragen zum Rursee
Welche Regeln gelten für Barsch und Hecht am Rursee?
In den ab 1. Januar 2026 gültigen Angelbedingungen ist der Flussbarsch ausdrücklich ohne Mindestmaß und ohne Schonzeit gelistet - er hat kein eigenes Kontingent, fällt aber unter das Gesamt-Tageslimit von 20 Fischen. Für den Hecht gilt ein Mindestmaß von 55 cm (strenger als der Landeswert) und ein gemeinsames Limit von 2 Hechten und Zandern pro Tag. In der Schonzeit vom 15. Februar bis 30. April ist das Raubfischangeln komplett verboten.
Ist am Rursee Live-Echolot erlaubt?
Nein. In den aktuellen Angelbedingungen der Fischerei-Pächtergemeinschaft ist Live-Echolot ausdrücklich verboten. Das Angeln am Rursee bleibt damit klassisch: Man liest das Gewässer über Karte, Wasserstand und Struktur statt über Echtzeit-Sonar. Die großen Wasserstandsschwankungen der Talsperre machen ohnehin Ortskenntnis zum wichtigsten Faktor.
Wie gut ist der Barschbestand im Rursee?
Der Rursee gilt als Besatzgewässer mit gutem Barschbestand. Die große Eifel-Talsperre mit ihren tiefen, klaren Bereichen und den wechselnden Wasserständen bietet dem Barsch viel Struktur an Kanten und abfallenden Ufern. Weil der Barsch ohne Mindestmaß und Schonzeit gelistet ist, ist er ein dankbarer Zielfisch - allerdings zählt jeder entnommene Fisch zum 20-Fisch-Tageslimit.