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Strom · Köln, Rhein-Hauptstrom (ca. Strom-km 688)

Rhein bei Köln

Der Rhein mitten in Köln ist ein Strom voller Leben: Rapfen jagen an den Buhnenköpfen, Zander stehen im Strömungsschatten, und über allem gilt am Hauptstrom eine eigene Aal-Schonzeit für die abwandernden Blankaale. Was hier beißt und wie man an die Karte kommt.

Von der Redaktion Stand: Juli 2026
Der Rhein bei Köln mit Strom, Buhnen und Stadtkulisse
Typ
Strom
Lage
Köln, Rhein-Hauptstrom (ca. Strom-km 688)
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Raubfischarten
2
Das Wichtigste in Kürze

Der Rhein bei Köln (etwa Strom-km 688) ist ein klassisches Großstadt-Stromrevier. Zu den häufig gefangenen Raubfischen zählen Rapfen, Aal, Barsch und Zander, dazu die Barbe. Der Rapfen jagt in der warmen Jahreszeit in der Dämmerung an der Oberfläche - schnell geführte Blinker und flach laufende Köder an Buhnenköpfen und Brückenpfeilern reizen die Attacke aus. Bewirtschafter ist die Rheinfischereigenossenschaft im Lande NRW; ihr Erlaubnisschein gilt für den gesamten Rhein-Hauptstrom in NRW, Nebengewässer wie Häfen, Altarme und Baggerseen sind aber ausgenommen. Wichtig: Anders als sonst in NRW gilt am Hauptstrom eine Aal-Schonzeit vom 1. Oktober bis 1. März - sie schützt die im Herbst zur Sargassosee abwandernden Blankaale (EU-Aalverordnung); die Fangbegrenzung liegt bei höchstens 3 Aalen pro Tag.

Strom-km ~688
Hauptstrom Großstadtrevier Köln
Aal 01.10.-01.03.
Sonder-Schonzeit schützt abwandernde Blankaale
Buhnenköpfe
Rapfen-Hotspot + Brückenpfeiler

Der Strom in der Großstadt

Der Rhein bei Köln (rund Strom-km 688) ist Angeln mitten in der Metropole: ein mächtiger, strömungsstarker Hauptstrom mit langen Buhnenfeldern, Brückenpfeilern, Hafeneinfahrten und Spundwänden. Genau diese Strukturen machen ihn so fängig - überall dort, wo die Strömung bricht, stehen Raubfische im Windschatten und lauern auf die vorbeitreibende Beute. Der Kölner Rhein ist ein echtes Stromrevier, das man lesen lernen muss.

Welche Raubfische der Rhein führt

  • Der Rapfen ist der Charakterfisch der Oberfläche - er jagt in der Dämmerung an den Buhnenköpfen und Brückenpfeilern.
  • Der Aal nutzt den Strom als Wanderweg; er unterliegt hier einer eigenen Schonzeit.
  • Der Zander steht im Strömungsschatten der Buhnen und an den Spundwänden.
  • Der Barsch sammelt sich an den Steinpackungen und Buhnenköpfen.

Angeln am Kölner Rhein

Bewirtschafter ist die Rheinfischereigenossenschaft im Lande NRW, deren Erlaubnisschein den gesamten Hauptstrom in NRW abdeckt - Häfen, Altarme und Baggerseen aber ausklammert. Fürs Spinnfischen auf Rapfen und Zander sind die Buhnenfelder die erste Adresse: Man wirft an die Buhnenköpfe und führt den Köder durch die Kehrströmung. Den Aal fischt man nachts am Grund hinter den Buhnen - außerhalb der Schonzeit.

Die Regeln vor dem Angeln prüfen

Am Rheinhauptstrom gilt die besondere Aal-Schonzeit vom 1. Oktober bis 1. März und ein Tageslimit von 3 Aalen. Die gewässerspezifischen Angaben je Art stehen in der Tabelle unten; der Landesrahmen findet sich in den Schonzeiten in Nordrhein-Westfalen. Verbindlich sind die aktuellen Ausübungsbestimmungen der Rheinfischereigenossenschaft.

Schonzeiten, Mindestmaße & Fanglimits am Rhein bei Köln

Fischart Schonzeit Mindestmaß Fanglimit
Aal Schonzeit Nordrhein-Westfalen → 01.10.-01.03. (Rheinhauptstrom) 50 cm max. 3 Aale/Tag (Bewirtschafter)
Rapfen Schonzeit Nordrhein-Westfalen → keine (Landeswert) kein gesetzliches siehe Erlaubnisschein

Besonderheiten am Rhein bei Köln

  • Aal: Der Erlaubnisschein der Rheinfischereigenossenschaft gilt für den gesamten Rhein-Hauptstrom in NRW. Anders als sonst in NRW gilt am Hauptstrom eine Aal-Schonzeit vom 01.10. bis 01.03. - sie schützt die im Herbst abwandernden Blankaale auf ihrem Weg zur Sargassosee (EU-Aalverordnung, Aalbewirtschaftungsplan Rheingebiet). Nebengewässer wie Häfen, Altarme und Baggerseen sind vom Schein ausgenommen. Fangbegrenzung: höchstens 3 Aale/Tag.
  • Rapfen: Rapfen zählen am Kölner Rhein neben Aal, Barbe, Barsch und Zander zu den häufig gefangenen Arten. In der warmen Jahreszeit jagt der Schied in der Dämmerung an der Oberfläche - schnell geführte Blinker und flach laufende Köder an Buhnenköpfen und Brückenpfeilern reizen die Attacke aus.
Bewirtschafter

Die Regeln am Rhein bei Köln setzt Rheinfischereigenossenschaft im Lande NRW. Angelkarte und Gewässerordnung des Bewirtschafters gehen im Zweifel dem Landesrecht vor - prüfen Sie vor dem Angeln die aktuell gültigen Bestimmungen Ihres Reviers.

Häufige Fragen zum Rhein bei Köln

Warum gilt am Rhein eine eigene Aal-Schonzeit?

Weil der Rhein-Hauptstrom die zentrale Abwanderungsroute der Blankaale ist: Im Herbst ziehen die geschlechtsreifen Aale den Strom hinab Richtung Nordsee und weiter zur Sargassosee. Um diese Wanderung zu schützen, gilt am Rheinhauptstrom in NRW - anders als sonst im Land - eine Aal-Schonzeit vom 1. Oktober bis 1. März (gestützt auf die EU-Aalverordnung und den Aalbewirtschaftungsplan Rheingebiet). Erlaubt sind außerhalb der Schonzeit höchstens 3 Aale pro Tag.

Wo und wie fängt man Rapfen am Kölner Rhein?

Der Rapfen (Schied) gehört zu den häufigsten Raubfischen am Kölner Rhein. In der warmen Jahreszeit jagt er in der Dämmerung an der Oberfläche und treibt Kleinfischschwärme an Strukturen. Die besten Stellen sind die Buhnenköpfe und die Brückenpfeiler, an denen die Strömung bricht. Fängig sind schnell geführte Blinker und flach laufende Köder, die man an der Oberfläche durch die jagenden Fische zieht.

Welcher Erlaubnisschein gilt am Rhein bei Köln?

Der Erlaubnisschein der Rheinfischereigenossenschaft im Lande NRW gilt für den gesamten Rhein-Hauptstrom in NRW. Nebengewässer wie Häfen, Altarme und Baggerseen sind davon ausgenommen und brauchen eine eigene Karte. Die verbindlichen Ausübungsbestimmungen stehen bei der Rheinfischereigenossenschaft.